Hausbrand in Kastellaun: Bewohnerin nach Brandstiftung-Verdacht in Untersuchungshaft

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Foto: Feuerwehr Kastellaun

KASTELLAUN – Nach dem verheerenden Brand eines Einfamilienhauses in der Goethestraße am 03. März 2026 haben die Behörden eine überraschende Wendung bekannt gegeben.

Die Kriminaldirektion führt nun Ermittlungen gegen die 65-jährige Bewohnerin des Anwesens. Es besteht der dringende Verdacht, dass das Feuer vorsätzlich gelegt wurde. Die Staatsanwaltschaft wertet den Vorfall nicht nur als schwere Brandstiftung, sondern auch als versuchtes Tötungsdelikt zum Nachteil ihres 83-jährigen Lebensgefährten.

Foto: Feuerwehr Kastellaun

Kritischer Gesundheitszustand und heldenhafte Ersthelfer

Während die Tatverdächtige bereits einem Ermittlungsrichter vorgeführt wurde und nun in Untersuchungshaft sitzt, kämpfen Mediziner um das Leben ihres Partners. Der Mann erlitt schwere Rauchgasvergiftungen und sein Zustand ist weiterhin kritisch. Hervorzuheben bleibt das entschlossene Handeln zweier Männer im Alter von 32 und 57 Jahren. Diese Ersthelfer retteten die Bewohner aus dem brennenden Gebäude und verhinderten so Schlimmeres.

Juristisches Nachspiel und Unschuldsvermutung

Am Gebäude entstand ein Sachschaden in Höhe von mehreren hunderttausend Euro. Zu den Hintergründen oder einem möglichen Motiv schweigen die Ermittler zum jetzigen Zeitpunkt aus taktischen Gründen. Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung für die 65-jährige Beschuldigte gilt. Die weiteren Untersuchungen der Kriminalpolizei am Brandobjekt dauern an.

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