Die Autobahn GmbH investiert massiv in Brücken, Anschlussstellen und Talbrücken im Land. Mehrere Großprojekte laufen bis 2027 – darunter Arbeiten an A1, A48, A61 und A64a.
RHEINLAND-PFALZ. Das Autobahnnetz im Westen Deutschlands gilt als zentrale Verkehrsachse für Logistik, Pendler und Fernverkehr. Um die Infrastruktur langfristig verlässlich zu halten, plant die Autobahn GmbH des Bundes umfangreiche Bau- und Sanierungsmaßnahmen im Land.
Insgesamt sollen rund 140 Millionen Euro in Erhalt und Ausbau investiert werden.
A1: Fellertalbrücke wird instand gesetzt
Auf der A1 steht die Instandsetzung der Fellertalbrücke an. Erneuert werden unter anderem der Fahrbahnbelag, die Abdichtung, Bauwerkskappen, Schutzeinrichtungen sowie Brückenlager, Fahrbahnübergänge und die Entwässerung.
Die Baulänge beträgt rund 0,8 Kilometer. Der Abschluss der Arbeiten ist für Dezember 2027 vorgesehen.
A48: Ersatzneubau bei Höhr-Grenzhausen
An der Anschlussstelle Höhr-Grenzhausen (A48) wird ein Ersatzneubau in vier Bauabschnitten umgesetzt. Dafür wurde bereits eine Behelfsbrücke errichtet.
Das Projekt umfasst eine Strecke von rund 1,5 Kilometern und soll ebenfalls bis Dezember 2027 abgeschlossen sein.
A61: Mehrere Maßnahmen an Brücken
Auf der A61 stehen gleich mehrere Projekte an.
Moseltalbrücke Winningen
Die Instandsetzung der Moseltalbrücke Winningen beginnt voraussichtlich im vierten Quartal. Die Vorarbeiten sind abgeschlossen. Im nächsten Schritt erfolgt die Instandsetzung der Querträgeranschlüsse im Inneren des Bauwerks. Die Baulänge beträgt rund 1,3 Kilometer.
Großtalbrücken Pfädchensgraben und Tiefenbachtal
Zwischen der Anschlussstelle Rheinböllen und der Tank- und Rastanlage Hunsrück wird der Abschnitt sechsstreifig ausgebaut. Neben der Erneuerung der Strecke entstehen neue Unter- und Überführungsbauwerke, Lärmschutzeinrichtungen sowie Anlagen zur Regenwasserbehandlung.
Zudem werden die Talbrücken Pfädchensgraben und Tiefenbachtal ersetzt. In beiden Fahrtrichtungen wird die Fahrbahn auf jeweils drei Streifen erweitert. Der erste und dritte Bauabschnitt sind bereits abgeschlossen.
A64a: Moselbrücke Ehrang ab 2026 im Fokus
Ab 2026 beginnt die mehrjährige Instandsetzung der Moselbrücke Ehrang (A64a). Ziel ist es, die Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit des Bauwerks bis zu einem späteren Ersatzneubau sicherzustellen.
Als erste Maßnahme wird ein Hängegerüst an der Unterseite der Stahlbrücke angebracht. Weitere Arbeiten folgen ab 2027.
Infrastruktur als Standortfaktor
Die rheinland-pfälzischen Autobahnen sind eine wichtige Verbindung zwischen Nordrhein-Westfalen, dem Saarland, Luxemburg und Hessen. Engpässe könnten erhebliche logistische Auswirkungen haben.
Mit den angekündigten Investitionen soll die Leistungsfähigkeit des Netzes langfristig gesichert werden.

















