RLP: Sensible Militärdaten angeboten — Urteil in Spionageprozess erwartet

Ein US-Bürger soll China sensible Militärdaten angeboten haben. Der Prozess in Koblenz findet teils unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Nun neigt er sich dem Ende zu.

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Bild: dpa/Symbolbild

KOBLENZ. Im Prozess gegen einen US-Amerikaner wegen mutmaßlich geheimdienstlicher Agententätigkeit wird ein Urteil erwartet. Nachdem die Schlussvorträge des Vertreters des Generalbundesanwaltes und der Verteidigung bereits erfolgt sind, soll am heutigen Mittwoch (11.00 Uhr) das Urteil verkündet werden, wie das Oberlandesgericht in Koblenz mitteilte.

Der US-amerikanische Staatsangehörige hatte laut Anklage für einen zivilen Vertragspartner auf einem US-Militärstützpunkt in Deutschland gearbeitet. Im Sommer 2024 soll er demnach mehrfach staatliche chinesische Stellen kontaktiert und sensible Informationen des US-amerikanischen Militärs angeboten haben. Der Mann wurde laut Gericht am 7. November 2025 festgenommen.

Kurz nach Beginn des Spionageprozesses ist die Öffentlichkeit zunächst von der weiteren Verhandlung ausgeschlossen worden. Das habe der Senat so entschieden, da Sicherheitsinteressen für die Bundesrepublik Deutschland gefährdet sein könnten, erklärte ein Sprecher des Oberlandesgerichts in Koblenz. (Quelle: dpa)

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