RLP gründet Netzwerk Verteidigungsindustrie — Firmen und Forschung rücken zusammen

Viele Länder investieren kräftig in ihre Verteidigung. Damit Rheinland-Pfalz möglichst viel davon profitiert, entsteht eine neue Struktur auf Landesebene.

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Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild

MAINZ. Angesichts einer Weltlage voller Konflikte und großer geopolitischer Veränderungen wird in Deutschland und Europa insgesamt wieder viel Geld in Rüstung und Verteidigungstechnik gesteckt. Davon wollen Unternehmen in Rheinland-Pfalz profitieren, für manche kann es angesichts der kriselnden Autobranche eine große Chance sein.

Vor dem Hintergrund wird die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt (FDP) am heutigen Mittwoch in Mainz die Gründung eines landesweiten Netzwerks Sicherheits- und Verteidigungsindustrie vorstellen. In dem Cluster sollen rund 30 Unternehmen, Forschungseinrichtungen oder Organisationen zusammengebracht werden. Ziel ist es dem Ministerium zufolge, Innovationen schneller auf den Markt zu bringen.

Gibt schon zwei weitere Cluster im Land

In Rheinland-Pfalz sitzen neben Autozulieferern oder auf gewisse Nischen spezialisierten Industrieunternehmen namhafte Unternehmen aus der Nutzfahrzeugbranche wie etwa Daimler Trucks in Wörth oder John Deere in Kaiserslautern. Auch große Rüstungsunternehmen finden sich im Land, etwa die General Dynamics European Land Systems-Bridge Systems GmbH in Kaiserslautern, die unter anderem militärische Brückensysteme herstellt.

In direkter Nachbarschaft sind unter anderem auf Forschungsseite das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) oder das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE). Außerdem sitzt in Koblenz das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr. Cluster, also auf Branchen bezogene Netzwerke, gibt es in Rheinland-Pfalz bereits im Segment Nutzfahrzeuge, das Commercial Vehicle Cluster Südwest sowie für die Biotechnologie. (Quelle: dpa)

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