Kaiserslautern/Unkenbach – Schockierende Tat in der Nordpfalz: Am 12. Juni 2025 soll ein 19-Jähriger eine 55-jährige Frau im Hof ihres Anwesens in Unkenbach brutal angegriffen und mit mehreren Messerstichen getötet haben. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern Anklage wegen Totschlags erhoben.
Angriff im eigenen Hof
Nach den Ermittlungen suchte der junge Mann am Abend gegen 20 Uhr den Hof der Frau auf – obwohl ihm das per Gericht verboten war. Durch die offenstehende Haustür betrat er das Anwesen. Dort kam es im Flur zur Begegnung mit der 55-Jährigen, die ihn aufforderte, sofort zu gehen.
Doch statt zu gehen, griff der 19-Jährige an: Mit einem Tritt in den Rücken und einem Faustschlag gegen den Kopf soll er die Frau zu Boden gebracht haben. Dann – so die Ermittler – folgten mehrere Messerstiche in den Oberkörper. Die 55-Jährige starb noch am Tatort. Mehr News aus Rheinland-Pfalz
Hintergrund: Streit um Tochter
Als mögliches Motiv sehen die Ermittler die zerrüttete Beziehung des Angeklagten zur damals 14-jährigen Tochter des Opfers. Mit ihr hatte er zuvor eine enge, wenn auch nicht partnerschaftliche Freundschaft gepflegt. Nachdem diese im Februar 2025 endgültig zerbrach, soll der 19-Jährige die Trennung nicht akzeptiert haben.
Wegen Bedrohungen und Beleidigungen gegenüber der Jugendlichen war bereits ein Verfahren gegen ihn anhängig. Zudem hatte die Mutter beim Amtsgericht Rockenhausen eine Gewaltschutzverfügung erwirkt, die es dem Angeklagten verbot, das Grundstück ohne ihre Zustimmung zu betreten. Genau dieses Verbot brach er am Tag der Tat.
Ermittlungen und Geständnis
Laut Staatsanwaltschaft hat der Beschuldigte die Tat im Wesentlichen eingeräumt – allerdings bestreitet er, die Messerattacke geplant zu haben. Hinweise auf eine eingeschränkte Schuldfähigkeit fanden die Ermittler nicht.
Der 19-Jährige sitzt in Untersuchungshaft. Nun muss die Jugendkammer des Landgerichts Kaiserslautern entscheiden, ob es zum Hauptverfahren kommt.















