Die CDU zieht in Rheinland-Pfalz mit fünf Ministerposten, sieben Staatssekretären und weiteren wichtigen Schlüsselpositionen in die neue Regierung. Besonders für Aufsehen sorgt die künftige Bildungsministerin: Ute Eiling-Hütig kommt aus der CSU in Bayern.
CDU-Team für die neue Landesregierung steht
MAINZ. Die neue große Koalition in Rheinland-Pfalz nimmt weiter konkrete Form an. Die CDU stellt in der neuen Regierung drei Minister und zwei Ministerinnen. Hinzu kommen sieben Staatssekretärinnen und Staatssekretäre – darunter drei Frauen.
Der designierte Ministerpräsident Gordon Schnieder setzt dabei auf eine Mischung aus Landespolitik, kommunaler Erfahrung, Fachprofilen – und einer Personalie, die in Mainz und Bayern für Überraschung sorgt.
Ute Eiling-Hütig wird Bildungsministerin
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Die wohl auffälligste Personalentscheidung betrifft das Bildungsministerium: Ute Eiling-Hütig aus Bayern soll Bildungsministerin in Rheinland-Pfalz werden.
Die 58-jährige CSU-Politikerin sitzt seit 2013 im Bayerischen Landtag. Die promovierte Althistorikerin ist Landesvorsitzende des Arbeitskreises Schule, Bildung und Sport der CSU sowie Vorsitzende des Bildungsausschusses im Landtag.
Neben ihrer parlamentarischen Tätigkeit ist Eiling-Hütig unter anderem Präsidentin des Bayerischen Volkshochschulverbandes und Vorsitzende des Bayerischen Bibliotheksverbandes. Ihre Berufung nach Rheinland-Pfalz wurde auch in der CSU mit Überraschung aufgenommen.
Marcus Klein wird Chef der Staatskanzlei
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Marcus Klein wird Chef der Staatskanzlei und Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien.
Der 49-jährige Pfälzer ist in Ramstein aufgewachsen und langjähriger Landtagsabgeordneter. Seit Ende 2024 ist er parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion. Zuvor war er stellvertretender Fraktionschef.
Klein gilt als Vertrauter von Gordon Schnieder. Seine politischen Schwerpunkte liegen in der Innen- und Rechtspolitik. Er war außerdem stellvertretender Vorsitzender des Untersuchungsausschusses zur Flutkatastrophe im Ahrtal.
Christine Schneider übernimmt Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten
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Christine Schneider soll Ministerin für Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten werden.
Die 53-jährige Pfälzerin ist seit 2019 EU-Parlamentarierin in Brüssel. Zuvor war die ehemalige pfälzische Weinkönigin von 1996 bis 2019 Landtagsabgeordnete in Rheinland-Pfalz.
Ihre Schwerpunktthemen waren bereits im Landtag Umwelt, Forsten, Landwirtschaft und Weinbau. Die gelernte Tischlerin und studierte Holztechnikerin ist zudem seit mehr als zehn Jahren Mitglied im Bundesfachausschuss Umwelt und Landwirtschaft der CDU Deutschlands.
Achim Schwickert wird Innenminister
Achim Schwickert übernimmt das Ministerium für Inneres, Integration und Verkehr.
Der 63-jährige Jurist stammt aus Wirges und ist seit 2009 Landrat im Westerwaldkreis. Zuvor arbeitete er rund 15 Jahre bei der Kreisverwaltung. Außerdem war Schwickert kurzzeitig Richter am Landgericht Koblenz und bei der Schulaufsicht.
Seit 2022 ist er Vorsitzender des Landkreistags Rheinland-Pfalz. Mit ihm holt Schnieder einen erfahrenen Vertreter der Kommunen in die Landesregierung.
Helmut Martin übernimmt Justiz und Verbraucherschutz
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Helmut Martin wird Minister für Justiz und Verbraucherschutz.
Der 62-jährige promovierte Jurist und Wirtschaftsfachmann ist in Bad Kreuznach aufgewachsen und seit 2018 Landtagsabgeordneter. Seit 2023 ist er stellvertretender Fraktionschef der CDU. Zudem ist er Vorsitzender des Rechtsausschusses im Landtag.
Martin ist außerdem stellvertretender Vorsitzender des Bundesarbeitskreises Christlich Demokratischer Juristen. Beruflich war er unter anderem als Anwalt sowie im Bankwesen tätig.
Die CDU-Staatssekretäre im Überblick
Auch die Staatssekretärsposten sind in der neuen Regierung mit mehreren bekannten Namen aus der CDU besetzt.
Torsten Welling wird Staatssekretär in der Staatskanzlei mit den Bereichen Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien. Der 41-jährige Diplom-Volkswirt aus Mayen sitzt seit 2021 im Landtag.
Jenny Groß wird Staatssekretärin im Bildungsministerium. Die Lehrerin für Deutsch und katholische Theologie aus Montabaur ist bildungspolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion.
Dirk Herber übernimmt als Staatssekretär im Innenministerium den Bereich Innere Sicherheit. Der frühere Polizist und bisherige innenpolitische Sprecher der Fraktion war Mitglied im Untersuchungsausschuss zur Flutkatastrophe.
Markus Wolf wird Staatssekretär im Innenministerium für Verkehr und Mobilität. Der 45-jährige Pfälzer sitzt seit 2021 im Landtag und ist stellvertretender Fraktionsvorsitzender.
Kristina Brixius wird Staatssekretärin für Umwelt und Forsten. Die 40-jährige Unternehmensberaterin ist stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende in Bernkastel-Wittlich und in der Mittelstands- und Wirtschaftsunion aktiv.
Michael Mätzig übernimmt als Staatssekretär Landwirtschaft und Wein. Der 48-Jährige ist Geschäftsführender Direktor des Städtetags Rheinland-Pfalz und war unter anderem im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Energie tätig.
Anja Schraut wird Staatssekretärin im Justizbereich. Die Präsidentin des Landgerichts Landau trat 1999 am Landgericht Frankenthal in den Justizdienst des Landes Rheinland-Pfalz ein.
Weitere wichtige CDU-Posten
Neben den Ministerien und Staatssekretärsposten werden weitere zentrale Positionen besetzt.
Matthias Lammert soll Landtagspräsident werden. Der 57-Jährige ist seit 2001 Landtagsabgeordneter und war in der zu Ende gehenden Legislaturperiode Vizepräsident des Parlaments.
Marion Schneid soll Vize-Landtagspräsidentin werden. Die 62-Jährige gehört dem Landtag seit 2011 an und ist stellvertretende Fraktionsvorsitzende.
Christoph Gensch übernimmt den Fraktionsvorsitz. Der 47-jährige Mediziner aus Zweibrücken ist gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion und seit 2016 Landtagsabgeordneter.
Dennis Junk wird Parlamentarischer Geschäftsführer. Der 42-jährige Bankkaufmann aus Wittlich sitzt seit 2021 im Landtag.
Andreas Kruppert soll Chef der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, kurz ADD, in Trier werden. Der 45-Jährige ist seit 2021 Landrat im Eifelkreis Bitburg-Prüm und hat bereits in der Kommunalaufsicht der ADD in Trier gearbeitet.
Christian Baldauf soll Lotto-Geschäftsführer werden. Der Anwalt aus Frankenthal gehört dem Landtag seit 2001 an und ist damit der dienstälteste Parlamentarier in Rheinland-Pfalz.
CDU besetzt zentrale Machtpositionen in Rheinland-Pfalz
Mit fünf Ministerposten, sieben Staatssekretären und mehreren Schlüsselpositionen im Parlament und in der Verwaltung stellt sich die CDU in Rheinland-Pfalz breit auf.
Besonders im Fokus stehen dabei das Bildungsministerium mit Ute Eiling-Hütig, das Innenministerium mit Achim Schwickert, die Staatskanzlei unter Marcus Klein sowie die Personalie Andreas Kruppert an der Spitze der ADD Trier.















Schaut mal wie sie alle lachen.
Dabei hat doch in der Bevölkerung kaum noch jemand Bock auf rot-schwarz oder schwarz-rot.