Hochansteckend und für Babys gefährlich: Keuchhustenfälle in Rheinland-Pfalz steigen deutlich

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Keuchhusten Rheinland-Pfalz: Symbolbild mit Säugling, Thermometer und Stethoskop zur Warnung vor Pertussis.
Die Zahl der Keuchhustenfälle in Rheinland-Pfalz ist gestiegen – besonders Säuglinge gelten als gefährdet. Foto: Symbolbild

Die Zahl der gemeldeten Keuchhustenerkrankungen in Rheinland-Pfalz ist zuletzt deutlich gestiegen. Das Landesuntersuchungsamt rät vor allem Schwangeren und engen Kontaktpersonen von Säuglingen, den eigenen Impfschutz zu überprüfen.

Keuchhustenfälle in Rheinland-Pfalz nehmen zu

In Rheinland-Pfalz sind zuletzt mehr Fälle von Keuchhusten gemeldet worden. Darauf weist das Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz hin.

Nach Angaben der Behörde wurden im Januar und Februar 2026 durchschnittlich 0,7 Erkrankungen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner pro Monat registriert. Im März und April habe sich dieser Wert auf 1,4 Fälle pro 100.000 Einwohner verdoppelt.

Damit liegen die Zahlen über dem Niveau des Vorjahres und erinnern laut Landesuntersuchungsamt an den Beginn der Keuchhustenwelle im Jahr 2024.

Warum Keuchhusten für Säuglinge besonders gefährlich ist

Keuchhusten, medizinisch Pertussis, ist eine bakterielle Infektionskrankheit. Sie gilt als hochansteckend und wird durch Tröpfcheninfektion übertragen, etwa beim Husten oder Niesen.

Typisch sind langanhaltende Hustenanfälle, die über mehrere Wochen andauern können. Während Keuchhusten bei gesunden Erwachsenen meist ohne schwere Folgen verläuft, kann die Erkrankung für Säuglinge lebensbedrohlich werden.

Besonders tückisch: Bei Babys treten teils plötzliche Atemprobleme auf, ohne dass der typische Husten im Vordergrund steht.

Behörde empfiehlt Prüfung des Impfschutzes

Das Landesuntersuchungsamt empfiehlt deshalb vor allem Schwangeren und engen Kontaktpersonen von Säuglingen, ihren Impfschutz zu überprüfen.

Nach Daten aus Schuleingangsuntersuchungen sind in Rheinland-Pfalz zwar mehr als 90 Prozent der Schulkinder vollständig geimpft. Der Schutz lässt nach Angaben der Behörde jedoch im Laufe der Jahre nach.

Deshalb seien regelmäßige Auffrischimpfungen im Jugend- und Erwachsenenalter wichtig.

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