TRIER. Eine besondere Unterrichtseinheit absolvierten Schülerinnen und Schüler der Berufsbildenden Schule für Gestaltung und Technik (BBS GuT). Im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier hatten sie ärztlichen Rat zum Thema ihrer Projektarbeit angefragt.
Dr. med. Richard Noppeney, Leiter des Onkologischen Zentrums im Brüderkrankenhaus und renommierter Hämatologe, führte die Oberstufenschülerinnen daraufhin spannend und hintergründig in das Thema „Stammzellen-Spende“ ein. Ob denn mit einer Transplantation von Stammzellen auch Allergien vom Spender auf den Empfänger übertragen werden könnten, wollte Henk Otten wissen. „Eine sehr gute Frage“, antwortete Dr. med. Richard Noppeney, in der Tat berge eine Transplantation von Stammzellen durchaus auch Risiken für den Empfänger. Deshalb gelte es bei jedem einzelnen Patienten abzuwägen, ob die Aussichten auf eine Heilung die der Risiken überwögen. Insgesamt jedoch, so der Tenor von Dr. Noppeneys Ausführungen, könne heute sehr viel mehr Menschen mittels Stammzellen-Spende geholfen werden als noch vor wenigen Jahrzehnten.
Im Rahmen ihrer Projektarbeit zum Thema „Stammzellen-Spende“ war den Schülerinnen und Schülern des beruflichen Gymnasiums mit dem Schwerpunkt Gestaltungs- und Medientechnik die Idee gekommen, über ihre bisherige Recherche hinaus noch ärztlichen Rat einzuholen – auf dass sie für die am Tag des Schuljubiläums geplante und von ihnen initiierte Typisierungsaktion bestens gewappnet sein würden. Also wandte sich Projektgruppensprecherin Jolie Kuß ans Brüderkrankenhaus, und das lud die Gruppe spontan zu sich ein. Rund eineinhalb Stunden nahm sich der Leiter des Onkologischen Zentrums Zeit, um umfassende und hintergründige Einblicke in das Thema Stammzellen zu geben.
Warum bieten sich Geschwister als Spender besonders an, Zwillingsgeschwister hingegen eher nicht? Weshalb wird nur noch rund ein Zehntel aller Stammzellenspenden aus dem Knochenmark gewonnen und kommt heute fast immer die sogenannte periphere Blutstammzellspende zum Einsatz? Was hat es mit der „Spender-gegen-Wirt-Reaktion“ auf sich und warum sind Typisierungsaktionen so nützlich? Und wie funktionieren die Gewinnung von Stammzellen und die eigentliche Transplantation überhaupt? Auf diese und weitere Fragen ging Dr. Noppeney ausführlich ein.
„Der Vortrag war total verständlich und manches für mich völlig überraschend“, fand Filia Bohn im Anschluss an die Unterrichtseinheit. Sehr anschaulich habe Dr. Noppeney das Thema erklärt, lobte auch Felicitas Koch und war sich darin mit ihrer Mitschülerin Marija Jovanov einig. Das neu gewonnene Wissen nutzten die Fünf für ihr Infoplakat, mit dem sie schon am nächsten Tag im Rahmen einer von ihnen initiierten Typisierungsaktion auf dem Schulfest über das Thema informierten. (Quelle: BBT-Gruppe, Region Trier)













