Trier. Nun ist es also soweit: Die Bruchhausenstraße ist offiziell für den Radverkehr in beide Richtungen freigegeben. Was die Stadt Trier dabei als „geschlossene Netzlücke“ und „direkte Verbindung“ ins Herz der Innenstadt benennt, basiert auf einer Maßnahme, die vor allem sichtbar ist und deren tatsächlicher Nutzen sich erst beweisen muss.
Farbe statt baulicher Trennung
Fünf große Fahrradpiktogramme mit Richtungspfeilen, eine rot markierte Fahrradschleuse am Alleenring, neue Beschilderung – das sind die sichtbaren Elemente. Die Stadt spricht von einer „nachweislichen“ Steigerung der Sicherheit – konkreten Daten oder Unfallzahlen, die das untermauern gibt es nicht.
Radfahrer teilen sich weiterhin die Fahrbahn mit Linienbussen und Autos. Der Sicherheitsgewinn beruht hier vor allem auf gegenseitiger Rücksichtnahme, nicht auf physischer Trennung.
Die 5,75-Meter-Regel – und eine offene Frage
Laut Verwaltung war der Umbau nötig, um den empfohlenen Mindestabstand von 5,75 Metern zwischen Bus und Rad einzuhalten, wie es das Regelwerk der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) vorgibt.
Wie breit die Bruchhausenstraße vorher war, bleibt allerdings weiter unbeantwortet. Ohne diese Angabe lässt sich schwer beurteilen, ob der Unterschied groß genug war, um den Stellplatzabbau zwingend zu machen.
„Wir haben um jeden Stellplatz gekämpft“
Baudezernent Thilo Becker betont, man habe um jeden einzelnen Stellplatz gerungen. Am Ende mussten fünf Parkplätze weichen – von ursprünglich 46. Sofortige Ersatzflächen gibt es nicht. Becker verweist auf „perspektivische“ Lösungen wie Quartiersgaragen, konkrete Pläne dafür liegen jedoch nicht vor.
Ausführliche Analyse zum Thema: Bruchhausenstraße: Wie die Stadt Trier Parkplätze opfert – für Radwege, die keine sind
Fazit: Die Bruchhausenstraße steht nun für ein Stück Verkehrsplanung, das optisch wirkt und politisch gut klingt – aber noch zeigen muss, dass es den versprochenen Sicherheitsgewinn bringt. Bis dahin bleibt die Maßnahme ein sichtbares Signal mit unsicherem praktischen Wert.



















Das ist Alles schön und gut auch der Moselradweg ist jetzt gut befahrbar aber die Ostallee ist nach wie vor ein Ärgernis für Radfahrer.
Wie sieht denn der Vorschlag aus, Ostallee für Radler?
Weg mit der alten Stadtmauer und auf dem freien Areal einen breiten Radweg bauen! In Verbindung mit dem Ausbau des Grünstreifens in der Balduinstraße wäre fast der Lückenschluß des Alleenrings geschafft!
„Wir haben um jeden Stellplatz gekämpft“
Baudezernent Thilo Becker betont, man habe um jeden einzelnen Stellplatz gerungen.
Mit wem? Sind da welche die die Parkplätze nicht hergeben möchten?