Brutaler Angriff auf Zugbegleiter – «Ärzte kämpfen um sein Leben»

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Foto: Peter Gercke/dpa/Symbolbild

LANDSTUHL/KAISERSLAUTERN – Bei einer Ticketkontrolle in einem Regionalexpress ist ein Zugbegleiter im Kreis Kaiserslautern lebensgefährlich verletzt worden.

Nach Angaben der Polizei griff ein 26 Jahre alter Mann den 36 Jahre alten Mitarbeiter der Deutschen Bahn (DB) am Montagabend an, als der Zug gerade den rheinland-pfälzischen Bahnhof Landstuhl verließ. Gegen den 26-Jährigen wurde Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des versuchten Totschlags erlassen, wie die Staatsanwaltschaft Zweibrücken mitteilte.

Da der 26-Jährige keinen Fahrschein vorzeigen konnte, sollte er des Zuges verwiesen werden – daraufhin kam es laut Polizei zum Angriff. Der Zugbegleiter wurde demnach vor Ort reanimiert. Fahrgäste leisteten Erste Hilfe und alarmierten die Polizei.

Der lebensgefährlich Verletzte wurde in ein Krankenhaus gebracht. Einsatzkräfte der Landespolizei des Saarlandes und der Bundespolizei nahmen den Tatverdächtigen fest. Die Kriminaldirektion Kaiserslautern ermittelt zu den Hintergründen des Geschehens und zum Tatablauf – wegen des Verdachts des versuchten Totschlags.

DB-Chefin: Hemmschwelle für Gewalt sinkt

Die DB-Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla zeigte sich in einer Mitteilung, die sie auf der Plattform LinkedIn veröffentlichte, entsetzt über die Gewalttat. Der Kollege habe nur seinen Job gemacht und sei dabei «auf brutalste Weise» angegriffen worden. «Er liegt aktuell im Krankenhaus, die Ärzte kämpfen um sein Leben», schrieb Palla. Ihre Gedanken seien bei seinen Angehörigen. «Ich danke dem Bundeswehrsoldaten, der auf dem Zug erste Hilfe geleistet hat, sowie der Bundespolizei und den Ärzten für ihr schnelles Handeln und ihren Einsatz.»

DB-Chefin Evelyn Palla ist entsetzt über den Angriff. Foto: Hannes P Albert/dpa

Palla schreibt, dass die Zahl von Übergriffen auf DB-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steigen würden. «Die Hemmschwelle für Gewalt in unserer Gesellschaft sinkt.» Zusammen mit Arbeitnehmervertretern und Partnern müsse mehr zum Schutz der Kolleginnen und Kollegen getan werden. «Taten wie diese müssen uns alle wach rütteln», so Palla.

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20 Kommentare

  1. Jetzt kommt, wie jedesmal, von unseren Politikern die Forderung nach besserem Schutz vor diesen Tätern, wenn es aber konkret wird, härtere Strafen bzw sofortige Abschiebung nach einer schweren Straftat, scheitert es aber genau an diesen Politikern und die Täter kommen vor verständnisvolle Richter…

  2. Mein tiefes Beileid erstmal!
    Wenn ich alleine die Berichte über die Gewaltausbrüche der letzten Tage in unserer Region lese, bin ich nur noch geschockt. Wir sind mittlerweile an einem Punkt an dem sich der Verlust der inneren Sicherheit nicht mehr schönreden lässt. Entweder müssen die Bahnhöfe so umgebaut werden dass man ohne gültiges Ticket garnicht mehr zusteigen kann oder dass in jedem Zug bewaffnete Bahnpolizei mitfährt.

  3. Mein Beileid den Angehörigen. Egal, wer das Ruder in der Regierung führt, grosse Sprüche, dicke Gehälter, Sicherheit für diejenigen ein Fremdwort. Solche Situationen bestanden schon vor Jahren, egal, welches Gebiet,Polizei,Rettungswagen nebst Krankenhäuser(Aufnahme/Stationen) Ausser vom Arbeitgeber Gefahrenzulage, nichts geschehen. Man war auf sich alleine gestellt.

  4. Diese Hetze gegen andere Nationalitäten stinkt mir gewaltig. Als ob Deutsche nicht auch straffällig werden. Aber das nutzt die AfD jetzt für Hetze und Forderung von Abschiebung…..ja ja, ein EU Bürger soll nun abgeschoben werden. Genau! Unfassbar einfach. Das zeigt einem ganz genau, wohin der Zug fährt, wenn diese Partei drankommt. Will sie dann auch Deutsche Straffällige in Zukunft abschieben…. (nach Guantanamo oder El Salvador, in Uebereinkunft mit den USA)?

    • Marie, du hast Recht. Auch Deutsche, oder besser BioDeutsche können straffällig werden.

      Doch solltest du die Statistik nicht ausblenden. Diese sagt uns ganz klar, das die Häufigkeiten straffälligen Verhaltens im Verhältnis zu deren Gesamtzahlen – gerade bei den sogenannten Westasiaten und Nordafrikanern und somit überwiegenden Anhängern der „Religion des Friedens“ – deutlich höher sind als bei der Urbevölkerung.

      Es wird Zeit, das offen über Remigration von straffällig gewordenen Personen nachgedacht wird. Faktenbasiert und ohne Gutmenschengehabe

    • @Marie
      Für welche Partei betreiben Sie Wahlkampf mit Dummschwurbelei? Lila, grün, rot? Die einzige Hetze hier ist doch Ihre gegen die AfD.
      Gerade weil wir mit unseren eigenen Gewalttätern ausreichend zu tun haben, brauchen wir nicht noch zusätzlich Horden davon aus dem Ausland. Das ist eigentlich nicht sehr schwer zu verstehen.

        • @kopfschütten
          Ihre Vorwürfe gehen komplett an meinem Kommentar vorbei. Ich bin weder braun, noch habe weder Hass verbreitet noch gehetzt, noch irgendetwas ‚missbraucht‘ – ich habe lediglich auf Maries pauschale Verunglimpfung einer Oppositionspartei reagiert. Wenn Sie mir Dinge unterstellen, die ich nicht geschrieben habe, dann zeigt das vor allem, dass Sie keine Argumente gegen das haben, was ich tatsächlich geschrieben habe. Und alle lesen mit 😉

  5. Ein Kommentar muss ich trotzdem loswerden, da ich mit Abschiebungen beruflich zu tun habe… was glaubt denn die Marie was wir mit straffällig gewordenen EU-Bürgern machen? Ja genau… die werden abgeschoben. bekommen wie jeder andere auch ein Einreise- und Aufenthaltsverbot, aber nur für Deutschland.

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