Trier: Beeindruckende Zahlen beim Stadtradeln 2025 – Neunmal um den Äquator

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Florian Teklik (Mitte/Stadt Trier) und Piotr Szuszkiewicz (r., Kreis Trier-Saarburg) werden von den Beigeordneten Thilo Becker (l.) und Iris Molter Abel (2.v.l.) sowie Klimaschutzmanager Hendrik Wisbar (2.v.r.) als beste Einzelteilnehmer beim Stadtradeln geehrt. Foto: Presseamt Stadt Trier

TRIER – Das Stadtradeln lieferte auch 2025 in Trier wieder beeindruckende Zahlen: Über 2000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer fanden sich in 110 Teams zusammen und radelten 388.873 Kilometer. Anders ausgedrückt: Mehr als neunmal um den Äquator. Dabei wurden rechnerisch 64 Tonnen CO2 eingespart.

Fast 31.000 Fahrten wurden im Aktionszeitraum vom 18. Mai bis 7. Juni für die Stadt Trier registriert. Zeitgleich war auch der Landkreis Trier-Saarburg aktiv, der es auf 86.955 Kilometer und über 5000 Fahrten brachte.

Beim Abschlussfest im Queergarten wurden die besten Teams und Einzelleistungen ausgezeichnet. Zuvor hob Kreisbeigeordnete Iris Molter-Abel die vielen positiven Aspekte der Aktion hervor, darunter Klimaschutz, Teamgeist und Gesundheitsförderung. Triers Baudezernent Dr. Thilo Becker wies auf die stetige Verbesserung der Radinfrastruktur in der Stadt hin und nannte den Aufstieg zur Kaiser-Wilhelm-Brücke, den Uniaufstieg über die Gustav-Heinemann-Straße und die Fahrradgarage an der Porta Nigra als nächste wichtige Projekte.

Der Radsportverein Schwalbe wurde für die meisten Team-Kilometer ausgezeichnet, Silber ging an JTI und Bronze an das Mutterhaus. Bei den Kilometern pro Kopf waren die „Eisenschweine“ unschlagbar: Jedes der 16 Teammitglieder legte in den drei Wochen im Schnitt 615 Kilometer auf dem Fahrrad zurück – resultierend vor allem aus Fahrten zum Arbeitsplatz in Luxemburg. Das größte Team stellte die Grundschule Feyen mit 149 Mitgliedern.

Für die beste Einzelleistung mit 1737 Kilometern wurde Florian Teklik geehrt, der in seinem Urlaub die sportliche Herausforderung suchte: Mit seinem Gravelbike, auf dem auch ein Triathlon-Lenker montiert ist, ist er nach Frankreich in die Camargue und wieder zurück nach Trier gefahren. 

Für den sechsjährigen Nils Klink gab es eine Urkunde als jüngster Teilnehmer. Am anderen Ende der Altersskala steht Eva Bernhard, die mit 82 Jahren älteste Stadtradlerin des Jahres 2025 war.

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8 Kommentare

  1. Ich ziehe den Hut vor allen Teilnehmern, die es wagen sich bei diesem katastrophalen Radwegenetz in Trier am Stadtradeln zu beteiligen.

  2. Für mich würde die Aktion nur einen Wert haben, wenn die Radlerkilometer solche ersetzen würden, die sonst mit einem Kraftfahrzeug zurück gelegt worden wären. Da das in den meisten Fällen nicht der Fall ist hat die gesamte Aktion keine Aussagekraft auf irgendwelche Emissionseinsparung. Deswegen kann man sich die sogenannten Klimaschutzexperten auf dem Foto auch schenken.

    • Und woher wissen Sie das dem nicht so ist, haben Sie mit allen Teilnehmern gesprochen? Sicher sind auch Freizeit und Hobby Kilometer dabei, aber in meinem Fall sind es zb jede Woche 125 gefahrene Kilometer für die Strecke zur Arbeit und zurück. Meine Vermutung ist eher das ein Großteil der Teilnehmer durchaus das Rad statt das Auto auch für alltägliche Strecken nimmt. Die meisten Radfahrer sind meiner Erfahrung nach aus Überzeugung auf dem Rad unterwegs.
      Was das Radwegenetz in Trier betrifft, da ist noch viel zu tun. Immerhin im Landkreis und bei den Pendelstrecken zur Stadt hat sich in den letzten Jahren einiges getan.

      • Bei einem Schulklassenausflug kann das eben nie der Fall sein, dass die Kinder mit dem Auto gefahren wären und diese Fahrt ersetzt worden ist. Es würde nicht jedes Kind in einem Auto sitzen und gefahren werden.
        Ich weiss auch, dass viele eben die km mit dem Rad fahren, weil es denen nur um gefahrene km geht und nicht um Fahrten zu ersetzen. Das muss nicht für alle Teilnehmer gültig sein, was ich auch nicht geschrieben habe. Meine Wahrnehmung ist eben, dass das grüner Quatsch ist.
        Übrigens: ich fahre fast ausschliesslich mit dem Rad, mache aber bei so einem Unsinn nicht mit, weil ich kaum Fahrten ersetze und somit zumindest in dieser Disziplin keine weiteren Emissionen einsparen kann. Schwierig, oder?

        • Über den Sinn kann man sicher lange diskutieren. Ich finds überflüssig sich über solche Projekte negativ zu äußern. Es schadet niemanden, kostet nichts und niemand wird genötigt daran teilzunehmen. Auf der anderen Seite ist es eine Gelegenheit das Thema Radverkehr in die Öffentlichkeit zu bringen. Vielleicht hat dann jemand Lust das nächste mal mitzumachen oder es gibt generell einen Anstoß über seine eigene Mobilität nachzudenken.

  3. Wer sich das Foto über dem Artikel anschaut,
    muß zwangsläufig eine Tablette einwerfen
    und sich schlafen legen…..

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