Strom fließt in Bitburg künftig durch intelligentes Netz

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Wie das Stromnetz smarter wird, verdeutlich der Verteilnetzbetreiber Westnetz durch die Errichtung intelligenter Ortsnetzstationen wie hier in Bitburg. Das Foto zeigt (v. l.): Westenergie-Kommunalmanager Christian Nathem, Bürgermeister der Stadt Bitburg Joachim Kandels, Energiemanagerin der Stadt Bitburg Christina Schmitt, Westnetz-Mitarbeiter Michael Peter Schneider sowie Leiter des Geschäftsbereichs 3 der Stadt Bitburg Berthold Steffes. Foto: Westnetz GmbH / Leonie Fürmeyer

TRIER. Der Netzbetreiber Westnetz hat in Bitburg Ortsnetzstationen digitalisiert und investiert so laut eigenen Angaben weiter in das Stromnetz der Zukunft.

Mit der Digitalisierung seiner Technik kann der Verteilnetzbetreiber zukünftig aus dem Netz gewonnene Live-Daten zu Strom und Spannung detailliert visualisieren, steuern und flexibler auf Änderungen von Netzaktivitäten reagieren.

Was tun Ortsnetzstationen?

Ortsnetzstationen spielen eine Schlüsselrolle in der Energieversorgung, indem sie Mittelspannung in haushaltsübliche Niederspannung umwandeln. Digitale Ortsnetzstationen übernehmen die gleiche Funktion, übertragen jedoch zusätzlich Live-Daten über Mobilfunk oder Glasfaser.

So kann Westnetz das Stromnetz in Echtzeit analysieren und bei Bedarf schneller reagieren. Darüber hinaus erkennt das smarte System ungewünschte Vorkommnisse besonders schnell. Die Technik hilft, Fehler einzugrenzen und Ausfallzeiten zu reduzieren.

Mit den gewonnenen Daten kann zudem der Betrieb der Netze noch bedarfsgerechter auf die zukünftigen Herausforderungen ausgerichtet werden. „Das Netz der Zukunft muss digital sein, denn die Anforderungen an die Stromnetze werden immer komplexer. Einerseits gibt es eine zunehmende Einspeisung aus erneuerbaren Energien wie Sonne und Wind. Andererseits steigt der Stromverbrauch durch die verstärkte Nutzung von etwa Wärmepumpen und Elektrofahrzeugen.

Versorgungssicherheit verstärkt

Digitale Ortsnetzstationen helfen uns, diese Auslastungen zu erkennen und entsprechend zu steuern“, so Michael Schneider, Ingenieur bei Westnetz. „Die neuen digitalen Ortsnetzstationen stärken die Versorgungssicherheit in der Region. Gerade im Hinblick auf die Energiewende sind leistungsfähige Netze essenziell. Daher hat auch die Stadt Bitburg ein großes Interesse daran, dass Westnetz hier investiert“, erklärte Joachim Kandels, Bürgermeister der Stadt Bitburg.

Die Installation einer digitalen Ortsnetzstation erfordert mehrere Schritte: Im Vorfeld werden die Stromnetze über rechnergestützte Simulationswerkzeuge analysiert, der zukünftige Standort festgelegt, Verträge geschlossen und Genehmigungen von Behörden und Grundstückseigentümern eingeholt.

Danach wird die alte Station freigelegt und außer Betrieb genommen. Für die Kundinnen und Kunden wird in dieser Zeit eine Ersatzversorgung sichergestellt. Anschließend wird die neue, digitale Ortsnetzstation eingebaut und in Betrieb genommen. Weitere Informationen zu den digitalen Netzlösungen und Projekten finden sich hier: Digitalisierung der Energienetze.

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