Bereits an Karsamstag hatten zahlreiche Menschen in Rheinland-Pfalz, im Saarland und im benachbarten Hessen an traditionellen Ostermärschen teilgenommen. So zählte die Polizei bei einem gemeinsamen Mainz-Wiesbadener Ostermarsch unter dem Motto «Für eine Welt ohne Krieg, Militär und Gewalt» etwa 400 Teilnehmer. Veranstalterin war die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen Mainz-Wiesbaden (DFG-VK). Auch in Kaiserslautern und Saarbrücken protestierten Menschen.
Zentrale Themen der Ostermärsche sind traditionell die Forderung nach Abrüstung und einer atomwaffenfreien Welt sowie nach der Beendigung von Kriegen, etwa in der Ukraine und in Israel. In diesem Jahr richteten sich die Ostermärsche besonders an die neue Regierung, hatte Kristian Goll vom Netzwerk Friedenskooperative mit Blick auf die künftige schwarz-rote Koalition erklärt. Von ihr werde gefordert, dass Deutschland «friedensfähig statt kriegstüchtig wird». Das gelte insbesondere für den Kurs in der Ukraine-Politik.
Die Friedens- und Zukunftswerkstatt in Frankfurt machte einen größeren Zulauf als zuletzt für die Ostermärsche in einigen Städten aus. Allerdings sind die Ostermärsche inzwischen deutlich kleiner als auf dem Höhepunkt der Bewegung zu Beginn der 1980er Jahre.














