WITTLICH/SPANGDAHLEM/MAINZ. Im August 2023 wurde ein 28-Jähriger auf der Säubrennerkirmes in Wittlich erstochen. Ein US-Militärgericht auf der Air Base Spangdahlem sprach den deshalb angeklagten US-Soldaten Mitte Oktober frei. Das Urteil ist umstritten und sorgt für viel Unverständnis in der Region.
Am heutigen Donnerstag wird sich der Rechtsausschuss des Landtags in Mainz mit dem Thema befassen, wie der SWR berichtet. SPD, Grüne, FDP und AfD wollen wissen warum das Geständnis, das der Soldat zuvor abgelegt hatte, im Prozess nicht berücksichtigt wurde, und warum die Staatsanwaltschaft Trier das Verfahren überhaupt an die US-Behörden abgegeben hat. Justizminister Herbert Mertin (FDP) will sich zudem über den künftigen Umgang mit derartigen Fällen äußern.
Angehörige des Opfer haben zu einer Demonstration vor dem Landtag aufgerufen. Sie fordern, dass der Prozess neu aufgerollt wird. Auch sollen derartige Verfahren künftig nicht mehr gemäß einem Zusatzabkommen zum NATO-Truppenstatut abgegeben werden.
An einer Demonstration vor der Air Base Ende November hatten sich auch Mitglieder der Querdenker- und Reichsbürgerszene beteiligt. Immer wieder wird im Kontext des Falles die Verschwörungstheorie vorgetragen, die Bundesrepublik sei ein von den USA besetztes Land. (Quelle: SWR)


















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