TRIER. Die CDU zieht mit 15 von insgesamt 56 Sitzen als stärkste Fraktion in den neuen Trierer Stadtrat ein und erobert damit den ersten Platz zurück, den sie 2019 an Bündnis 90/Die Grünen verloren hatte.
Das berichtet die Trierer Rathaus Zeitung in ihrer aktuellen Ausgabe vom Dienstag.
Wie schon 2019 schafften erneut neun Parteien und Wählergruppen den Sprung in den Stadtrat. Die Wahlbeteiligung stieg auf 56,9 Prozent nach 55,7 Prozent vor fünf Jahren.
Nach dem vom Wahlausschuss festgestellten amtlichen Endergebnis erreichte die CDU 25,8 Prozent der Stimmen und damit ein leichtes Plus im Vergleich zur vorherigen Stadtratswahl (24,0). Ein stärkeres Ergebnis als zuletzt verzeichnete auch die SPD als zweitstärkste Partei mit 22,8 Prozent (20,9). Damit gewinnen die Sozialdemokraten ein Mandat hinzu und kommen auf 13. Die Grünen erhalten elf Sitze, ein Minus von vier gegenüber 2019. Sie erzielten 20,3 Prozent der Stimmen (26,8) und fielen somit von Platz eins auf drei zurück.
Die AfD erreichte 9,4 Prozent (6,3) und ist damit im nächsten Stadtrat mit fünf Mandaten vertreten. Bisher kam sie auf vier. Leichte Verluste gab es für die Linke mit 5,0 Prozent (6,3). Von ihren bisher vier Sitzen muss sie einen abgeben. Die FDP konnte ihre drei Stadtratsmandate halten und erzielte 4,5 Prozent (5,3). Mit jeweils zwei Sitzen ziehen die UBT (3,9 Prozent), die Freien Wähler (3,8 Prozent) und die PARTEI (3,2 Prozent) in den Stadtrat ein. Mit der APD, der DKP und der Bürgerliste waren drei weitere Gruppen zur Stadtratswahl angetreten, schafften den Sprung in das Kommunalparlament aber nicht.
Mit der Stadtratswahl, der Europawahl, den Wahlen der Ortsvorsteher und der Ortsbeiräte standen am 9. Juni vier unterschiedliche Abstimmungen auf dem Programm. Für den ordnungsgemäßen Ablauf und die anschließende Auszählung der Stimmen waren rund 1000 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer in den 59 Wahllokalen und im Briefwahlzentrum in der SWT-Arena im ehrenamtlichen Einsatz. Am Tag danach wurde die Auszählung in vielen Büros der Stadtverwaltung fortgesetzt.
Bei den Ortsvorsteherwahlen für die 19 Stadtteile setzten sich sechs Bewerberinnen und Bewerber der CDU durch, wobei der Sieg von Ralf Päßler gegen Christian Becker (SPD) in Zewen sehr knapp ausfiel und erst durch eine Nachzählung feststand. Zunächst sah es so, als hätte Becker gewonnen. Die SPD brachte bei den Ortsvorstehern insgesamt im ersten Wahlgang fünf Kandidaten ins Ziel. Die UBT stellt drei Ortsvorstehende, die FDP einen. Hinzu kommt ein unabhängiger Kandidat. In den Ortsbezirken Mitte/Gartenfeld, Trier-Süd und Trier-Nord kommt es am 23. Juni jeweils zur Stichwahl.
In Mitte/Gartenfeld treffen Amtsinhaber Michael Düro (Grüne) und sein bisheriger Stellvertreter Norbert Freischmidt (CDU) aufeinander. In Trier-Süd haben es Amtsinhaberin Nicole Helbig (Grüne) und Dr. Frank Tenbusch (CDU) in die Stichwahl geschafft. In Trier-Nord will Dirk Löwe (Grüne) die Chance auf eine weitere Amtszeit im Duell mit Michael Molitor (CDU) nutzen.
(QUELLE: TRIERER RATHAUS ZEITUNG / RALPH KIEẞLING, 18.06.24)
















