Entscheidung nicht in Sicht: Was tut sich beim „Cyberbunker“?

Rheinland-Pfalz sucht für den sogenannten Cyberbunker weiter einen Käufer. Die Zahl der Interessenten wächst. Eine Entscheidung ist nicht in Sicht.

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Foto: Harald Tittel/dpa/Archiv

KOBLENZ. Am sogenannten Cyberbunker in Traben-Trarbach an der Mosel gibt es weiterhin Interesse. Die Zahl der Kaufinteressenten sei mittlerweile auf 54 gestiegen, wie die Sprecherin des zuständigen Landesamtes für Steuern in Koblenz der Deutschen Presse-Agentur sagte.

«Es gibt Bedarfe im öffentlichen Bereich, die dort gerade intern geklärt werden», sagte eine Sprecherin. Konkrete Angaben dazu machte sie nicht. Der überwiegende Teil der Kaufinteressenten wolle das Bunkerareal zu gewerblichen Zwecken im IT-Bereich nutzen.

Ein Verkauf sei vom Land Rheinland-Pfalz weiter geplant. Die Verkaufssumme aus einem Wertgutachten werde nicht veröffentlicht, um das Anwesen bestmöglich am Markt verkaufen zu können.

Bunker geht über fünf Ebenen

Im Herbst 2019 war der rund 5.500 Quadratmeter große Bunker als illegales Rechenzentrum für millionenschwere kriminelle Geschäfte im Darknet aufgeflogen. In einem der bundesweit größten Prozesse gegen Cybercrime wurden die Betreiber des Bunkers verurteilt.

Seit September 2023 ist das Land Rheinland-Pfalz Eigentümer des 13 Hektar großen Geländes, zu dem neben der Bunkeranlage über fünf Ebenen auch zwei überirdische Gebäude gehören.

Früher war in dem unterirdischen Schutzbau, der auf dem Bergrücken Mont Royal oberhalb von Traben-Trarbach liegt, das Amt für Geoinformationswesen der Bundeswehr untergebracht. Ende 2012 war Schluss mit dem Amt. (Quelle: dpa)

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