Trier: Trotz Coronatest-Betrug in Millionenhöhe – 31-Jähriger kommt mit Bewährung davon!

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Der Eingang eines Corona-Testzentrums; (Symbolbild); Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

TRIER. Ein früherer Teststellen-Betreiber aus Trier hat knapp 112.000 Coronatests mehr abgerechnet als gemacht wurden und damit über eine Millionen Euro ergaunert. Weil der den Betrag jedoch zurückzahlen kann, kommt er mit einer Bewährungsstrafe davon.

Wegen Millionenbetrugs bei der Abrechnung von Coronatests ist ein 31-Jähriger vor dem Landgericht Trier zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Als früherer Betreiber von Teststellen habe er knapp 112.000 Coronatests zu viel abgerechnet und eine gute Million Euro «betrügerisch ergaunert», sagte der Vorsitzende Richter Armin Hardt am Dienstag. Die Strafe werde zur Bewährung ausgesetzt, weil die Wiedergutmachung des kompletten Schadens sichergestellt sei.

Strafmildernd habe sich auch das umfassende Geständnis des Mannes ausgewirkt. Und: «Dass die Tat einem leicht gemacht wurde», sagte Hardt. Man habe damals zur Abrechnung bei der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Rheinland-Pfalz nur Zahlen für Tests eingeben müssen. «Und schon bekam er das Geld ohne weitere Überprüfung», sagte der Richter. Der 31-Jährige betrieb insgesamt 25 Teststellen in Trier und im nördlichen Rheinland-Pfalz. Das Urteil ist rechtskräftig.

Er hatte die Taten von August 2021 bis Juni 2022 bereut. «Es tut mir leid», sagte er in seinem sogenannten letzten Wort. «Die Hürde war gering.» Es sei ihm zunächst nicht darum gegangen, das große Geld zu machen, sondern «um über die Runde zu kommen». Er hatte in Trier einen Club betrieben, der in der Corona-Zeit nicht funktionierte.

Man sei auf den Mann im Rahmen einer Plausibilitätsprüfung aufmerksam geworden und habe dann Anzeige gestellt, sagte der Leiter für diese Prüfungen von der KV in Trier. Es gebe noch «jede Menge» solcher Fälle im Land. Darunter seien auch noch größere, in denen die mutmaßliche Schadenssumme im höhere siebenstelligen Bereich liege. In Trier war es der erste Fall von Abrechnungsbetrug bei Corona-Teststellen.

4 Kommentare

  1. Hier sollten Mal ross und Reiter genannt werden!
    Bitte Mal den Namen des feinen Herren…ich hab da so einen Verdacht!
    Bei der Summe noch bewährung?
    Wie soll er den den schaden wieder gutmachen, mit 50 Euro raten im Monat? Das Finanzamt kommt ja auch noch…
    Hoffentlich bekommt der kein Bein mehr auf den Boden.
    Im übrigen schon höchst verdächtig das das Gericht und die Staatsanwaltschaft anscheinend Gründe für das milde Urteil gesucht hat (man hat ihm die Betrügereien zu leicht gemacht).
    Von diesem „Rechtsstaat“ hab ich wirklich die Schnauze voll!

  2. Das öffnet für mich ja ganz andere Perspektiven und kann mich dann auf dieses Urteil berufen ?!
    Ich gehe jetzt mal davon aus dass DER jetzt nen Freifahrtschein hat und das auch in Anspruch nimmt.
    Dieser Staat hier ist gottseidank am Ende.

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