Mehr Motorradfahrer unterwegs: Polizei Trier will an Mosel und im Hunsrück kontrollieren

Wenn das Wetter besser wird, steigen auch wieder mehr Menschen auf das Motorrad. Die Polizei will daher bei Kontrollen genau hinschauen. Die Sicherheit ist aber nicht das einzige Thema.

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Motorradfahrer sind bei auf einer kurvenreichen Straße unterwegs. Foto: Harald Tittel/dpa/Archivbild

MAINZ. Mit den steigenden Temperaturen im Frühling sind auch in Rheinland-Pfalz wieder vermehrt Motorradfahrer unterwegs. Die Polizei in Rheinland-Pfalz kündigte daher Kontrollen an und will dazu bei Bikern besonders beliebte Routen in den Blick nehmen. Dazu zählten etwa die Strecke rund um Johanniskreuz im Landkreis Kaiserslautern sowie das Grenzgebiet zu Frankreich, wie etwa das Polizeipräsidium Westpfalz mitteilte. Dort planten die Polizisten in der bis Oktober laufenden Motorradsaison rund ein Dutzend Verkehrskontrollen. Auch das Polizeipräsidium Trier kündigte an, häufig befahrene Motorradstrecken an der Mosel und im Hunsrück vermehrt zu kontrollieren.

Tabu für Motorradfahrer ist seit Anfang April und noch bis Ende Oktober an Wochenend- und Feiertagen die Landstraße 499 im Elmsteiner Tal im Pfälzerwald. Die Strecke galt einst als Unfallschwerpunkt, sie verbindet die Bundesstraße 39 bei Frankeneck und die Bundesstraße 48 bei Johanniskreuz. Ausnahmen gelten für Kleinkrafträder und Mofas.

Besonders zu Beginn der Saison ist für die Biker Vorsicht geboten. «Die meisten Unfälle passieren direkt nach den Wintermonaten», sagte der Sprecher des ADAC Mittelrhein, Mirco Hillmann. Motorradfahrer seien aufgrund ihrer schmalen Silhouette für andere Verkehrsteilnehmer schlecht sichtbar. «Die noch recht tief stehende Sonne erhöht das Risiko, übersehen zu werden», sagte Hillman. Weitere Gefahren bildeten Rollsplitt und noch nicht behobene Frostschäden.

In Rheinland-Pfalz gab es laut Unfallstatistik 2022 knapp 2600 Motorradunfälle, bei denen 561 Fahrer schwer verletzt wurden. 37 Menschen starben – das entspricht fast einem Viertel der Verkehrstoten in Rheinland-Pfalz. Zahlen zu Unfällen im bisherigen Frühjahr liegen noch nicht vor.

Um Unfälle zu vermeiden, empfiehlt Hillman vom ADAC Mittelrhein, das Zweirad nach der langen Winterpause genau zu untersuchen. Wichtig sei es, die Maschine gründlich zu säubern sowie die Füllstände von Motoröl, Bremsflüssigkeit, Kühlmittel sowie den Ladezustand der Batterie zu überprüfen.

Um die Sicherheit der Biker zu gewähren, setzt die Polizei auch auf Verkehrssicherheitstage. Eine dieser Veranstaltungen findet am Samstag (29. April) statt, länderübergreifend organisiert von der Polizei aus Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Frankreich und Luxemburg. Dabei sind Motorradfahrer in Kleingruppen unterwegs, begleitet und gecoacht von Polizisten. Präventionsarbeit wurde auch zum traditionellen Saisonauftakt «Anlassen» am Nürburgring angeboten, an dem Tausende Motorradfahrer teilnahmen.

Neben den Motorradunfällen gehört auch der Lärm zu den Dauerthemen. Um die Biker auf den Lärmpegel aufmerksam zu machen, will der ADAC Mittelrhein in den kommenden Wochen im Gelbachtal im Westerwald ein Lärm-Display aufstellen. Dieses soll demnach wie Tempo-Hinweistafeln an Ortseingängen funktionieren. Hillmann wies zudem darauf hin, dass Kommunen sich diese mobilen Lärm-Displays kostenlos ausleihen und an Lärm-Hotspots aufstellen können. (Quelle: dpa)

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2 Kommentare

  1. Die Jagdsaison ist wohl eröffnet.Würden mal die Grenzkontrollen so spezifisch sein …….
    Bin mal gespannt wann unsere Grünen ein Sonntagsfahrverbot verhängen.

  2. Aha,die Jagdsessíon auf Motorradfahrer/in ist wieder eröffnet.Man könnte die Polizei wesentlich sinnvoller einsetzen……und dann noch Strassen für Mopedfahrer sperren,wo auch wir Kfz-Steuer bezahlen,finde ich hammerhart…Loud Pipes Save Lives—

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