Kollegen angepöbelt: Ausschluss von Professor wegen aggressiver E-Mails rechtens

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Foto: dpa (Symbolbild).

MAINZ. Eine Hochschule darf nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mainz einen Professor wegen respektloser und herablassender Äußerungen vom Hochschulbetrieb ausschließen.

Die nicht näher bezeichnete Hochschule hatte dem Mann im Oktober vorläufig und mit sofortiger Wirkung das Betreten der Diensträume und seine Dienstgeschäfte untersagt, wie das Verwaltungsgericht am Mittwoch mitteilte. Die Hochschulleitung begründete dies damit, dass der Hochschullehrer Vorgesetzte und Kollegen monatelang in E-Mails zunehmend verbal-aggressiv angegangen sei. Dagegen war der Professor in einem Eilverfahren vor Gericht gezogen.

Doch das Verwaltungsgericht lehnte den Antrag ab. Die Vorwürfe seien durch zahlreiche E-Mails belegt, eine vertrauensvolle Zusammenarbeit nicht mehr möglich.

Dem Gericht zufolge war der Professor mehrere Jahre lang an der Hochschule tätig gewesen. Wegen einer Erkrankung habe er zuletzt nur noch eingeschränkt seine Aufgaben wahrgenommen. Noch sei unklar, ob sein Verhalten mit der Erkrankung zusammenhänge, doch dürfe der Hochschulbetrieb dadurch nicht beeinträchtigt werden. Auch müssten die Kollegen vor seinen verbalen Angriffen geschützt werden. Es bestünde zudem die Sorge, dass der Professor sich auch Studenten gegenüber unzumutbar äußern könnte.

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