MAINZ. Der Kreis Ahrweiler war am Tag der Flutkatastrophe im Juli 2021 bereits am Nachmittag vom Landesamt für Umwelt (LfU) über die extrem hohen Pegelstände informiert worden.
Das erklärte die damalige Präsidentin der Behörde, Sabine Riewenherm, am Freitag vor dem Landtags-Untersuchungsausschuss Flutkatastrophe in Mainz. Am 14. Juli 2021 habe die zuständige Fachabteilung um 15.26 Uhr einen Pegelstand für Altenahr berechnet, der über dem des «Jahrhunderthochwassers» von 2016 gelegen habe, sagte sie.
Um 17.17 Uhr habe das LfU dann die höchste Warnstufe ausgerufen, erklärte Riewenherm. Dies sei auf den von der Landesregierung vereinbarten Wegen über die Katastrophenschutz-App Katwarn und über die eigene Internetseite bekannt gemacht worden. Darin hieß es unter anderem, dass «mit Sturzfluten und Überflutungen» zu rechnen sei.
«Es gab zu keiner Zeit einen Anlass anzunehmen, dass die für den Katastrophenschutz zuständigen Stellen nicht über die Warnung unterrichtet waren», sagte sie. Das LfU habe keinerlei Kompetenzen, Vorschläge zur Gefahrenabwehr zu machen, betonte Riewenherm. «Wir wissen nicht, was vor Ort mit den Pegelprognosen passiert.» Es sei aber aus Nachfragen klar gewesen, dass die Warnung im Kreis Ahrweiler angekommen sei.















