Luxemburg: Kommt der „Handy-Blitzer“ auch ins Großherzogtum?

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Eine MONOcam zur Aufzeichnung von Handysündern am Steuer steht auf einer Brücke. Foto: Harald Tittel/dpa/Archivbild

LUXEMBURG. Das Polizeipräsidium Trier setzt ihn im Rahmen eines Pilotprojektes schon ein, den sog. „Handy-Blitzer“. Das in den Niederlanden entwickelte System Monocam erkennt in einem Livestream, wenn ein Pkw- oder Lkw-Fahrer zum Smartphone oder Tablet greift und macht dann automatisch ein Foto. Die Bilder werden anschließend von geschulten Polizisten an einem mit der Kamera verbunden Computer ausgewertet (Lokalo berichtete). Nun zieht auch Luxemburg das System in Betracht, wie L’essentiel berichtet.

Im Großherzogtum beobachtet man das Trierer Pilotptojekt genau. Laut L’essentiel soll der luxemburgische Verkehrsminister François Bausch (Déi Gréng) nicht abgeneigt sein, die Monocam auch in Luxemburg einzusetzen, wenn das Trierer Experiment erfolgreich verläuft.

Zugleich hat der Minister aber rechtliche Bedenken: Gesetzesänderungen seien erforderlich, um dem Datenschutz Rechnung zu tragen und auch die IT müsse an das nationale Verarbeitungszentrum angepasst werden. Auch in Rheinland-Pfalz hatte der oberste Datenschützer, Dieter Kugelmann, erst kürzlich Bedenken geltend gemacht (Lokalo berichtete).

Bedarf scheint in Luxemburg jedenfalls vorhanden zu sein – bei der Verkehrssicherheitskampagne „Ablenkung am Steuer“ erwischte die Police Grand-Ducale im vergangenen Monat sage und schreibe 485 Handy-Sünder (Lokalo berichtete).

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