130 Tonnen Beton verbaut: Hochsicherheitspoller schützen Trierer Weihnachtsmarkt

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Foto: Zabag Security Engineering

TRIER. Die ersten Hochsicherheitspoller in Trier stehen: In der Straße Sieh um Dich wurde in den letzten Wochen eine feststehende Barriere mit vier massiven Pollern errichtet, die eine Zufahrt mit Autos oder Lkws in Richtung Domfreihof verhindern, wie die Stadt Trier mitteilt. In der Liebfrauenstraße, einem weiteren Standort der Zone 3 des urbanen Sicherheitskonzepts, verzögern sich die Bauarbeiten aufgrund von Lieferproblemen. Der Weihnachtsmarkt am Domfreihof ist aber dennoch geschützt.

In der Liebfrauenstraße entsteht auf Höhe der Weinstube Kesselstatt eine Sicherheitslinie mit neun Pollern. Zwei davon sind versenkbar, um berechtigten Fahrzeugen eine Zufahrt zu gewähren. Die für das automatische Hoch- und Runterfahren erforderliche Technik befindet sich in einer Bediensäule, die jedoch wegen Lieferengpässen nicht wie geplant bis Anfang Dezember fertiggestellt werden kann. Weiteres Problem: Selbst nach der Lieferung der fehlenden Komponenten könnte die Baugrube im Winter nicht wieder mit einer Pflasterdecke geschlossen werden, weil dies bei niedrigen Temperaturen nicht fachgerecht möglich ist.

Matthias Swoboda, Experte für Verkehrstechnik bei Stadtraum Trier, erläutert: „Um die Einschränkungen für die Anlieger und auch für die Besucherinnen und Besucher des Weihnachtsmarktes möglichst gering zu halten, werden die offenen Flächen jetzt provisorisch mit Asphalt geschlossen. Dabei werden die feststehenden und die versenkbaren Poller bereits installiert sein, sodass hierdurch eine Sicherung des Weihnachtsmarktes gewährleistet wird.“ Wegen der noch fehlenden Steuerungstechnik bleiben die Poller während des Weihnachtsmarkts ab 19. November ganztägig „oben“, sodass eine Zufahrt auf den Domfreihof über die Liebfrauenstraße nicht möglich ist.

Für das Fundament der Hochsicherheitspoller, die laut Hersteller dem Aufprall eines 12-Tonnen-Lkws mit Tempo 80 standhalten können, wurde eine fünf Meter lange, vier Meter breite und 2,20 Meter tiefe Baugrube ausgehoben. Rund 130 Tonnen Beton wurden hier verbaut. Nach der Installation der Poller und der Leitungsverlegung für die Steuerungstechnik werden die Arbeiten bis Frühjahr 2022 unterbrochen. Dann stehen noch die Verlegung der Induktionsschleifen, die Installation der Bediensäule inklusive Erfassungsgeräten und – bei dann wieder wärmeren Temperaturen – die Wiederherstellung der Oberfläche mit Natursteinpflaster auf dem Programm.

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4 KOMMENTARE

  1. Also entweder sind die Angaben falsch von dem “Experten für Verkehrstechnik” angegeben worden oder in der Redaktion hat jemand keine Ahnung.
    4m x 5m x 2,20 m( wobei der Polier mir was von 2,00m erzählt hat) ergeben 44 m3.
    Das ganze mal 2.450 kg, ergibt 107,8 to.
    Wollen wir mal hoffen die Abrechnung nicht selber prüft.

    • Bei Ihrer Berechnung fehlt Porto und Verpackung in Höhe von 22,2 Tonnen, dann passt es wieder 😉 !
      Ich finde es nur traurig das man solche Maßnahmen ergreifen muss um einen Weihnachtsmarkt “sicher” zu machen. Nächstes Problem was ich sehe, was ist wenn ein verrückter mit Messer, Machete oder Knarre zum Weihnachtsmarkt spaziert und dann sein Unwesen treibt (weil vielleicht A..ah ihn dazu beauftragt hat, oder er/sie/es keine Maske mehr tragen möchte, oder oder). Leider wird die Welt nicht nur schnelllebiger sondern auch verrückter! Meine Empfehlung die Besinnliche Zeit auch mal zur Besinnung nutzen und weniger jammern. Bis dahin bleibt sauber und gesund!!!

  2. Die Weihnachtsmärkte werden gefühlt ein wenig sicherer. Nur leider sind diese Märkte sicherlich nicht das einzige potentielle Ziel von Terroristen, Wahnsinnigen oder Amokläufern.

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