Trier: Dank Eichhörnchenbrücken keine überfahrenen Eichhörnchen mehr

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Blick von unten auf eine «Eichhörnchenbrücke» in Trier. Foto: Birgit Reichert/dpa

TRIER. Damit Eichhörnchen gefahrlos über die Straße kommen können, gibt es in Trier jetzt zwei «Eichhörnchenbrücken». Dabei handelt es sich jeweils um ein acht Zentimeter dickes Tau, das über eine Straße zwischen zwei Bäumen gespannt ist. Die «Brücken» sind erst seit wenigen Wochen «in Betrieb»: Die ersten Hörnchen seien bereits über das Seil geflitzt, sagt Stadtsprecher Ernst Mettlach.

Große Erleichterung bei Anwohnerin Petra Lieser, die die Idee für die «Brücken» hatte. «Ich habe mich an die Stadt gewandt, weil ich immer so viele tote Eichhörnchen genau an dieser Stelle hier gefunden habe», sagt sie im Stadtteil Mariahof. Ruckzuck sei ihr Vorschlag umgesetzt worden. Und: Seit die Taue gespannt sind, habe sie keine toten Tiere mehr entdeckt.

Um die Eichhörnchen zum sicheren Überqueren in großer Höhe zu animieren, füllt Lieser jeden Tag Futterspender auf, die unterhalb der Taue an den Straßenseiten angebracht sind. «Das Futter ist jeden Tag weg», erzählt sie. Sie wisse, dass sich auch Vögel an den Kernen bedienten. «Die Nüsse holen sicher die Eichhörnchen.»

Nach Recherchen von Lieser gibt es «Eichhörnchenbrücken» noch in Berlin und in Hamburg. «Es könnte sie überall geben, wo Eichhörnchen überfahren werden», meint sie. Im Prinzip brauche es nicht viel dazu – nur eben jemanden, der anfangs die Tiere mit Futter anlockt. Die Taue in Trier seien je acht bis zehn Meter lang.

An der «Gefahrenstelle» in Trier sei das Problem, dass die Straße breit sei und die Tiere vom Gebüsch aus auf die Straße hüpften. «Das sieht kein Autofahrer», sagt Lieser. An einer der «Brücken» hätten Mitarbeiter des Amtes Stadtraum auch eine Wildkamera angebracht, die auslösen soll, wenn sich ein Tier nähert. Auf einem der ersten Fotos ist allerdings kein Eichhörnchen abgelichtet, sondern ein Eichelhäher: «Und der schaut mitten in die Linse», sagt der Sprecher. (dpa)

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2 KOMMENTARE

  1. Jetzt brauchen wir nur noch eine Lauterbachschleuder die jeden der so einen Käse wie der Lauterbach labert auf den Mars katapultiert, wo er von den dortigen Bewohnern zum Kanalbau versklavt wird.

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