Flughafen Hahn: Festnahmen bei Eigentümer HNA ohne Auswirkungen

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Das Logo des chinesischen Großkonzerns HNA hängt an der Fassade des Terminals. Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild

HAHN. Die Festnahme der Führungsspitze des chinesischen HNA-Konzerns hat auf seinen Hunsrück-Flughafen Hahn nach dessen Angaben keine Auswirkungen. Der Flughafen sieht sich auf gutem Kurs. «Wir kennen das nur aus der Zeitung. Das ist ohne Bedeutung für uns», sagte Hahn-Betriebsleiter Christoph Goetzmann der Deutschen Presse-Agentur. Die Nachrichtenagentur Associated Press und andere Medien hatten unter Berufung auf den Konzern berichtet, dass der Vorstandschef und Verwaltungsratschef von HNA festgenommen worden seien. Details nannte HNA demnach nicht. Der Geschäftsbetrieb laufe weiter.

Der Luftfahrt- und Tourismuskonzern ist finanziell angeschlagen. Er hält 82,5 Prozent und das Land Hessen 17,5 Prozent am Flughafen Hahn. «Mit unserem Frachtgeschäft sind wir absolut zufrieden», sagte Betriebsleiter Goetzmann. «Wir suchen in allen Sektoren neue Mitarbeiter.» Im August legte das Frachtgeschäft in Hahn nach Angaben des Flughafenverbands ADV im Vergleich zum Vorjahresmonat um 17,5 Prozent auf 22.288 Tonnen zu. Der einstige US-Militärflughafen profitiert vom Boom des Online-Handels und von Container-Engpässen im Seeverkehr.

Aber auch das 2020 wegen Corona-Reisebeschränkungen stark eingebrochene Passagiergeschäft wuchs im Sommer nach Goetzmanns Worten wieder «überraschend stark». Ziele wie die Balearen, Kanaren und Italien seien beliebt gewesen. Laut ADV legte die Zahl der Fluggäste im August im Vergleich zum Vorjahresmonat um 86,4 Prozent auf 110.665 zu. Goetzmann betonte: «Wir haben den Hahn ohne Beihilfen und ohne Kurzarbeit durch Corona gesteuert.»

Die Flughafen-Geschäftsführung erwartete laut ihrem im Bundesanzeiger veröffentlichten Bericht für 2020 allerdings einen Fehlbetrag. Je nach Verlauf der Pandemie plane man, «dass bis zum Jahr 2024 ein positives Konzernjahresergebnis erreicht werden kann». Danach dürfen Flughäfen gemäß EU-Recht generell keine staatliche Subventionen mehr bekommen. (dpa)

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