Reaktivierung der Eifelquerbahn: Deutsche Bahn überprüft Brücke

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Foto: Eifelquerbahn e. V.

PELM/KOETTERICHEN. Gab es anfänglich seitens der Deutschen Bahn eine nur sehr zurückhaltende Reaktion auf den Vorschlag, die Eifelquerbahn im Zuge des Wiederaufbaus der Eifelstrecke zu reaktivieren, gibt es nun doch erste Aktivitäten.

Wie der Interessensverein „Eifelquerbahn e.V.“ heute mitteilt, haben Mitarbeiter der Deutschen Bahn Netz AG mit der Überprüfung der Kyll-Brücke bei Pelm (Landkreis Vulkaneifel) begonnen. Wie auch ein Sprecher der Deutschen Bahn bestätigte, werde geklärt, wie und mit welchem Aufwand die Eifelquerbahn-Brücke über die Kyll wieder in Betrieb genommen werden könne.

Die Kyll-Brücke bei Pelm wurde nach dem 2. Weltkrieg nur als Behelfsbrücke aufgebaut und gilt seit einem TÜV-Gutachten aus dem Jahr 2014 als problematisch.

Wie der stellvertretende Vorsitzende des Eifelquerbahn-Vereins, Valtentin Michels, berichtet, „wurde es in den letzten 75 Jahren versäumt, dieses Provisorium durch einen Neubau zu ersetzen“.

Dieser vermeintliche Nachteil könnte sich nun aber als Vorteil für die anstehende Sanierung erweisen: „Die modulare Bauweise von Behelfsbrücken macht eine Instandsetzung einfacher. Wir haben bereits im Jahr 2019 mit einem Brückenbauingenieur über konkrete Vorschläge zur Sanierung der Pelmer Brücke gesprochen“, so Michels.

Grund für eine mögliche Reaktivierung der Eifelquerbahn ist, dass die durch die Flutkatastrophe stark beschädigte Eifelstrecke zwischen Trier und Köln laut Aussage der Deutschen Bahn erst „deutlich nach 2021“ wieder zur Verfügung steht.

Laut Interessensverein Eifelquerbahn könnte über eine reaktivierte Eifelquerbahn auch dringend benötigtes Baumaterial, wie Gleisschotter, für die Instandsetzung der Eifelstrecke transportiert und herangeschafft werden. Auch ein Abtransport von den durch das Hochwasser beschädigten und „gestrandeten“ Loks und Fahrzeuge aus dem Katastrophengebiet über eine Eifelquerbahn-Trasse wäre ein Vorteil der Reaktivierung der Strecke.

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