Aufgepasst vor fieser „Klinik-Masche“: Dreiste Betrüger gaukeln Intensivstation-Aufenthalt vor

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Robert Michael (dpa)

SAARBRÜCKEN. Im Saarland geben sich derzeit Betrüger am Telefon als ärztliches Personal aus, um Geld für angeblich dringend benötigte Medikamente eines Angehörigen zu ergaunern. Die Täter behaupteten etwa, der Sohn oder die Tochter des Angerufenen sei an Corona erkrankt und liege auf der Intensivstation, teilte das Landespolizeipräsidium in Saarbrücken am Mittwoch mit. Am Dienstag seien saarlandweit mehr als 30 Anzeigen von Bürgern nach solchen «Schockanrufen» bei der Polizei eingegangen.

Besonders dreist: Die Betrüger sagten am Telefon, der Zustand des Patienten sei lebensbedrohlich – eine Behandlung könne nur stattfinden, wenn die Kosten für das Medikament beglichen würden. Als Summe wurde laut Polizei ein fünfstelliger Eurobetrag genannt, der am Winterbergklinikum in Saarbrücken übergeben werden sollte.

Bei allen gemeldeten Vorfällen am Dienstag seien die Bürgerinnen und Bürger nicht reingefallen, teilte die Polizei weiter mit. Der Betrug sei erkannt worden und es sei kein Geld herausgegeben worden. Weitere Betroffene sollten sich melden. Die Polizei rief auf, bei Anrufen wegen angeblicher Notlagen eines Angehörigen misstrauisch zu sein und kein Geld an unbekannte Personen zu übergeben.

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