DRK warnt: Nur geringe Blut-Vorräte in RLP und Saarland

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Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

MAINZ/SAARBRÜCKEN. Der Vorrat an Blutkonserven in Rheinland-Pfalz und im Saarland befindet sich seit Wochen auf einem relativ niedrigen Niveau. Zwar gelte die Zeit der Sommerferien ohnehin als problematisch, da sich viele mögliche Spender in dieser Zeit im Urlaub befinden. Gleichwohl hätten die Lockerungen der Corona-Einschränkungen sowie die Hochwasserkatastrophe die Zahl der Blutspenden drastisch reduziert, hieß es vom Deutschen Roten Kreuz (DRK).

«Normalerweise gibt es beim DRK-Blutspendedienst West einen Vorrat an Konserven für sieben bis acht Tage. Zurzeit haben wir nur einen Vorrat für drei Tage», sagte eine Sprecherin des Spendedienstes der Deutschen Presse-Agentur. Der DRK-Blutspendedienst West versorgt die Kliniken in Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Nordrhein-Westfalen mit dem Lebenssaft, der sich nicht künstlich herstellen lässt und daher ausschließlich aufgrund von Blutspenden verfügbar ist.

Schon mit der Lockerung der Corona-Regeln im Frühjahr sei die Zahl der Spender zurückgegangen. «Verständlicherweise haben die Menschen daraufhin ihr Freizeitverhalten geändert, worunter jedoch die Bereitschaft zur Blutspende gelitten hat», sagte sie.

Auch die Hochwasserkatastrophe im Juli habe sich ausgewirkt. In den betroffenen Gebieten von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen seien aufgrund der dort zerstörten Infrastruktur mindestens 20 Termine für Blutspenden nicht zustande gekommen. In der Regel kämen pro Spendenaktion zwischen 50 und 100 Menschen, wie die Sprecherin hinzufügte.

Auch aufgrund dieser ausgefallenen Spendetermine habe der Vorrat der Blutkonserven zwischenzeitlich für etwa zwei Tage ausgereicht. «Zwar hat sich die Situation nun wieder etwas entspannt, zurücklehnen können wir uns allerdings nicht», warnte die DRK-Sprecherin. Zumal aktuell zahlreiche Menschen operiert werden können, nachdem diese Eingriffe aufgrund der Pandemie zunächst verschoben worden waren – und deshalb mehr Blut gebraucht wird.

In Rheinland-Pfalz und dem Saarland werden gesunde Menschen im Alter zwischen 18 und 75 Jahren zur Blutspende gebeten, abgenommen werden jeweils 500 Milliliter Blut. Wer gegen Corona geimpft wurde, kann dem DRK zufolge bereits einen Tag später zur Blutspende gehen, sofern es keine Impfreaktionen gibt. (dpa)

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3 KOMMENTARE

  1. Also ich würde gerne mehr Blut spenden aber man ja nur alle drei Montae leider…..das verstehe ich sowieso nicht…warum nicht öfter

  2. Vielleicht fehlt ja auch das Blut der ganz normal Gesunden, die durch Impf- und Testwahnsinn von vom gesellschaftlichen Leben mehr und mehr ausgeschlossen werden. Die Politik bestimmt es, die Gesellschaft macht es mit. Warum sollen diese noch Blut spenden und der Gesellschaft etwas zurück geben, welche ihre Ausgrenzung einfach hinnimmt?

    • Eben, ich spende auch nix mehr. Wieso soll mich das Wohl der Allgemeinheit bekümmern wenn diese sich von unseren Politikern zu einer Apartheidspolitik hinreissen lässt. Wie in Südafrika: Whites only – Geimpfte only

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