Nach Olympia-Vorkommnissen: PETA fordert IOC auf, „Reitsport“-Disziplinen zu streichen

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Annika Schleu verzweifelt auf dem ihr zugelosten Pferd Saint Boy. | © picture alliance/dpa

STUTTGART. Nachdem die deutsche Fünfkämpferin Annika Schleu bei den Olympischen Spielen in Tokio vor laufender Kamera auf das panische Pferd namens Saint Boy einschlug, um ihn auf den Parcours zu zwingen, wandte sich PETA USA am Freitag in einem Schreiben an Thomas Bach. Die Tierrechtsorganisation fordert den Präsidenten des Olympischen Komitees auf, die Olympischen Spiele künftig komplett ohne Disziplinen aus dem sogenannten Pferdesport auszurichten.

Schleus Trainerin Kim Raisner schlug Saint Boy ebenfalls und wurde daraufhin von den Spielen ausgeschlossen. Dies war jedoch nicht der einzige Vorfall bei den diesjährigen Olympischen Spielen: Jet Set, der von einem Schweizer Teilnehmer geritten wurde, verletzte sich so schwer, dass er eingeschläfert werden musste. Und ein irischer Teilnehmer zwang das Pferd Kilkenny, den Parcours abzuschließen, obwohl ihm Blut aus der Nase lief.

„Bei den Olympischen Spielen sollen menschliche Teilnehmende zeigen, über welche sportlichen Fähigkeiten sie verfügen – und nicht, dass sie Pferde einschüchtern und verletzen können. Die Tiere nehmen niemals freiwillig teil und müssen doch all die Arbeit leisten, teils sogar ihr Leben dabei lassen“, so PETAs 1. Vorsitzende Ingrid Newkirk. „Die Spiele haben sich weiterentwickelt und bieten heute Platz für moderne Sportarten wie Skateboarding – PETA fordert das Internationale Olympische Komitee auf, tierquälerische Reitveranstaltungen in die Geschichtsbücher zu verbannen.“

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