Kindesmissbrauchsskandal an Klinik: Untersuchungsausschuss schließt Beweisaufnahme

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HOMBURG/SAARBRÜCKEN. Der Untersuchungsausschuss des saarländischen Landtags zum Kindesmissbrauchsskandal am Universitätsklinikum in Homburg hat nach knapp zwei Jahren seine Beweisaufnahme geschlossen.

Das teilte die Vorsitzende Dagmar Heib (CDU) nach einer nicht-öffentlichen Sitzung am Dienstag mit. «Jetzt heißt es, in die Erarbeitung des Abschlussberichtes einzusteigen.» Der Ausschuss wolle seine Arbeit in diesem Jahr beenden.

Von Seiten der Fraktionen und Betroffenen seien keine weiteren Beweisanträge mehr gestellt worden. Heib zufolge hat der Ausschuss mit dem Namen «Umgang mit Hinweisen auf Verdachtsfälle von Kindesmissbrauch am Universitätsklinikum des Saarlandes seit Oktober 2003» in seiner Arbeit 34 Beweisbeschlüsse umgesetzt. Einig sei man sich, den Kinderschutz stärken zu wollen.

Im Juni 2019 war bekanntgeworden, dass ein 2016 gestorbener Assistenzarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie Kinder bei Untersuchungen sexuell missbraucht haben soll. Die Eltern der 34 möglicherweise betroffenen Kinder waren erst im Sommer 2019 informiert worden. Die Staatsanwaltschaft hatte damals ermittelt – das Verfahren nach dem Tod des Arztes aber eingestellt.

Der Landtag setzte danach den Untersuchungsausschuss ein. Er ermittelt seit September 2019, wie die zum jeweiligen Zeitpunkt beteiligten Stellen mit Verdachtsmomenten und Anhaltspunkten umgegangen sind. Er soll auch klären, warum die Klinikleitung die Eltern nicht informierte, nachdem sie den Arzt 2014 entlassen hatte.

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