Campingplatzbetreiber demonstrieren: Öffnungen in Rheinland-Pfalz gefordert

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Symbolbild: Campingwagen. Foto: dpa-Archiv

FACHBACH/LAHN. Im Rhein-Lahn-Kreis haben am Samstag mehr als ein Dutzend Campingplatzbetreiber aus dem Norden von Rheinland-Pfalz für die sofortige Öffnung der Stell- und Zeltplätze demonstriert.

„Es wäre gut, wenn interessierte Camper ihrem Hobby an der frischen Luft nachgehen könnten. Besser jedenfalls als dass sich Menschen heimlich und in größerer Zahl in Wohnungen treffen“, sagte der 51 Jahre alte Oliver Schupp, auf dessen Campingplatz in Fachbach an der Lahn sich die Demonstranten versammelt hatten.

Campingplätze sind wegen der Corona-Pandemie für Urlauber geschlossen. Lediglich Dauercamper sind in den meisten Bundesländern unter bestimmten Bedingungen zugelassen.

Nach Angaben von Schupp vertreten die Demonstranten in Fachbach die Ansicht, Campingausflüge könnten mit Hilfe der Hygienevorschriften in der aktuellen Situation für Entspannung sorgen. Nicht jeder habe einen Garten. Das Ausbleiben der Gäste sei zudem auch ein wirtschaftliches Problem, das manche Campingplatzbetreiber vor existenzielle Probleme stelle. Wie Schupp sagte, habe man bewusst den Samstag als Termin für die Demonstration gewählt. An diesem Tag demonstrierten Camping-Freunde mit Wohnmobilen und Wohnwagen in Berlin für eine Öffnung der Stell- und Campingplätze. Angemeldet waren etwa 700 Fahrzeuge.

6 KOMMENTARE

  1. Ich kann die Forderungen der Campingplatzbetreiber nur unterstützen. Wenn es richtig ist dass die Ansteckungsgefahr in der Pandemie vorwiegend in Innenbereichen stattfindet ist es für mich nicht nachvollziehbar dass Outdoor-Aktivitäten mit Hygiene Regeln im Lockdown verboten werden.

    • Günter Hoffmann, Du sprichst mir aus der Seele. Viele Maßnahmen gegen die Corona-Krankheit sind einfach nur Unsinn. Wieso aber fällt das nur ganz wenigen intelligenten Menschen wie uns auf?

  2. Hab auch die Schnauze voll. Stehe jetzt seit 22 Jahren als Dauercamper auf einem Campingplatz. Seit November darf ich meinen Platz nicht mehr nutzen, muss aber trotzdem voll bezahlen. Es ist eine Schweinerei!
    Ob ich nun in unserer Wohnung sitze oder im eigenen Wohnwagen, wo ist der Unterschied?

  3. Diese Art Demontration , wird von mir unterstützt, gegen diese Unsinnigen und weltfremden Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie…. Sollten vielleicht 7000 Wohnmobile mal nach Berlin fahren…

  4. Dies ist nur ein Beispiel, welches das Versagen der Politik auf ganzer Linie unterstreicht. Sie sind nicht in der Lage zu differenzieren und sich an neue Erkenntnisse anzupassen. Statt dessen lese ich seit Monaten immer nur: die Inzidenzzahl ist hoch, steigt, ist besorgniserregend und weitere Superlative, um Panik zu schüren. Die Inzidenz ist überhaupt keine Maßzahl für Beschränkungen und Einschränkungen. Das hat hier ein Kommentar schon mal sehr gut dargestellt, nur die Entscheidungsträger versuchen noch immer zu vertuschen, dass sie versagt haben.

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