Wirtschaftsauskunftei: Insolvenzwelle in Rheinland-Pfalz erwartet

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Symbolbild; dpa

MAINZ/HAMBURG. Die Wirtschaftsauskunftei Crifbürgel rechnet aufgrund der Corona-Pandemie noch in diesem Jahr auch in Rheinland-Pfalz mit einer Insolvenzwelle.

Die Zahl der Firmenpleiten könne sich in dem Bundesland gegenüber 2020 annähernd verdoppeln. Insgesamt seien knapp 1400 Firmeninsolvenzen in Rheinland-Pfalz möglich, berichtete Crifbürgel-Geschäftsführer Frank Schlein am Freitag in Hamburg.

„Bedingt durch die Corona-Krise haben viele Unternehmen in Deutschland derzeit wirtschaftliche Probleme“, sagte Schlein. Bundesweit seien mehr als 300 000 Unternehmen aktuell in finanziellen Schwierigkeiten. Dies spiegle sich jedoch in den Insolvenzzahlen bislang noch nicht wieder.

2020 meldeten laut Crifbürgel in Rheinland-Pfalz lediglich 622 Unternehmen eine Insolvenz an, das waren 12,9 Prozent weniger als im Jahr davor. Als Hauptursache für diese Entwicklung gilt die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht in Kombination mit den zahlreichen Hilfspaketen für die Unternehmen.

Die Auswirkungen der Pandemie auf die Wirtschaft würden deshalb erst allmählich sichtbar, sagte Schlein. Neben dem „normalen“ Insolvenzgeschehen drohten im laufenden Jahr in Rheinland-Pfalz 658 zusätzliche Insolvenzen. „Betroffen sind vor allem Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern“, sagte Schlein.

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