Mehrere Schafe in der Eifel von Wolf gerissen

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Foto: dpa-Archiv

ADENAU/REMAGEN. Nach Einschätzung von Experten sind ein oder mehrere Wölfe im Kreis Ahrweiler unterwegs gewesen und haben Schafe gerissen.

Das Senckenberg Forschungsinstitut mit Sitz im hessischen Gelnhausen ordnete die Risse vom Februar anhand von DNA-Proben Wölfen zu, wie das rheinland-pfälzische Umweltministerium am Freitag in Mainz mitteilte. In dem Landkreis waren seinerzeit mehrere Schafe getötet und verletzt worden, vier Lämmmer werden noch vermisst. Die Risse ereigneten sich in der Verbandsgemeinde Adenau und zwei Tage später in der Gemarkung Remagen.

Die genauere Bestimmung des Wolfes oder der Wölfe, die die Schafe angriffen, stehe noch aus. Da die beiden Orte nur etwa 40 Kilometer auseinanderliegen, könnte es sich laut Ministerium um denselben Wolf handeln. Wie eine Sprecherin mitteilte, können Wölfe bis zu 80 Kilometer in einer Nacht zurücklegen.

In Rheinland-Pfalz gibt es zwei sogenannte Wolf-Präventionsgebiete: Westerwald und Eifel West, zu dem auch die Verbandsgemeinde Adenau gehört. In diesen Gebieten können Halter von Schafen und Ziegen Fördermittel für die Sicherung von Herden mit wolfssicheren Zäunen und Hunden beantragen. Liegt ein Ort nicht im Präventionsgebiet, können bei der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz (SNU) sogenannte „Notfallzäune“ kostenlos ausgeliehen werden. Wenn Nutztier-Risse nachweislich von einem Wolf verursacht wurden, erstattet das Land den Wert des Tieres.

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