Warum sollte das eigene Unternehmen grün werden?

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Immer mehr Unternehmen entschließen sich dazu, nachhaltige Produkte zu fertigen. Fast alle großen deutschen Konzerne haben Nachhaltigkeits- und Umweltziele für die nächsten Jahre festgelegt. Aber warum ist das so? Und wie kann auch das eigene Unternehmen von diesem Wandel profitieren? Wir erklären es in unserem Ratgeber.

Eine neue Ära des Klimaschutzes – was bedeutet das für Unternehmen?
Spätestens seit dem Pariser Klimaabkommen hat sich die Welt gemeinsam darauf verständigt, dass etwas unternommen werden muss. Viele Dinge müssen sich grundlegend ändern, damit auch zukünftige Generationen noch einen Planeten vorfinden, auf dem es möglich ist zu leben. Deshalb erlassen jetzt Regierungen und Organisationen auf der ganzen Welt, auch in Deutschland, neue Umweltvorschriften und Regeln.

Diese neuen Vorschriften betreffen natürlich vor allem Unternehmen. Es müssen neue Abgasregeln eingehalten, Entsorgungsvorschriften beachtet und Produktionsstandards eingehalten werden. Das bedeutet oft nicht nur ein Mehr an Kosten, sondern auch einen extremen Bürokratie- und Zeitaufwand. Kein Wunder, dass sich vor allem mittelständische Unternehmen häufig wenig begeistert von dieser neuen Ära des Klima- und Umweltschutzes zeigen.

Dabei ist diese neue Bewegung gerade für mittelständische Unternehmen eine große Chance. Hier können neue Umweltrichtlinien und Nachhaltigkeitsstrategien viel leichter umgesetzt werden. Ein überwältigender Teil der Bevölkerung denkt, dass Nachhaltigkeit ein zentraler Aspekt einer jeden Unternehmensphilosophie sein sollte. Und das bedeutet, dass ein grünes Unternehmen heute mehr Erfolg auf dem Markt hat als konventionelle Mitbewerber.

Ein besseres Image
Das Nachhaltig-Machen der eigenen Firma sollte natürlich nicht nur ein PR-Gag sein. Dennoch wird ein Unternehmen in erster Linie in diesem Bereich von einer nachhaltigeren Unternehmensstrategie profitieren. Denn es hat seinen Grund, dass Unternehmen auf der ganzen Welt sich mit Stickern und Verifizierungen brüsten, wie nachhaltig die eigenen Produkte bzw. die eigene Produktion ist.

Vor allem für jüngere Kunden ist die Nachhaltigkeit eines Produkts heute ein entscheidendes Verkaufsargument. Mit einem Image als Umweltsünder wird man es zukünftig immer schwerer auf dem Markt haben. Ist man dagegen als Vorreiter für nachhaltige Produkte bekannt, bedeutet das einen großen Wettbewerbsvorteil.

Dabei profitiert man gleichzeitig auch davon, wie aktuell das Thema im Moment ist. Wenn eine Firma besonders nachhaltig ist, dann wird das aktuell immer automatisch die Aufmerksamkeit von Medien, Kunden und Politik auf sich ziehen. Das eigene Marketing verbreitet sich also in Windeseile, ohne dass man dafür selbst eine umfassende Kampagne benötigt.

Höhere Aktienwerte und mehr Handelsoptionen
Warum mehr Nachhaltigkeit aktuell so wichtig für das Image einer Firma ist, haben wir bereits erklärt. Mehr Nachhaltigkeit bedeutet ein besseres Image, was wiederum mehr Umsatz bedeutet – und das freut die Anleger. Auf asktraders.com wird das Thema nachhaltige Aktien noch tiefgehender behandelt. Auf der Website findet man außerdem viele Tipps & Ratgeber von Experten, die dafür sorgen, dass man noch mehr Erfolg am Aktienmarkt hat. Und das alles völlig kostenlos.

Noch niemals zuvor wurde eine grüne Unternehmensstrategie am Aktienmarkt so massiv belohnt wie heute. Energie-Giganten wie Shell und BP befinden sich seit Jahren auf einer Talfahrt. Währenddessen ist der E-Autobauer Tesla zum wertvollsten Autokonzern der Welt aufgestiegen. Damit die eigene Unternehmensaktie heute noch Erfolg hat, ist es ein Muss, nachhaltig zu agieren.

Außerdem steigt der Erfolg der eigenen Aktie noch aus einem weiteren Grund an: Immer mehr Investmentfirmen, darunter auch Giganten wie Blackrock, bieten ihren Investoren auch sogenannte Nachhaltigkeits-Fonds an. Diese bestehen nur aus Unternehmen, die nachhaltig arbeiten. Wenn die eigene Firma also hohe Nachhaltigkeitsstandards erfüllt, dann kann die Aktie auch in einem solchen Fonds gehandelt werden.

Die eigenen Mitarbeiter
Ein wichtiger Punkt, der beim Thema Nachhaltigkeit oft übersehen wird, sind die eigenen Mitarbeiter. Denn auch das eigene Personal wird vom täglichen Geschehen beeinflusst und befasst sich mit Themen wie Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Agiert ein Unternehmen jetzt völlig gegen den Gedanken des Klimaschutzes, dann ist das ein großer Dämpfer für die Motivation der Mitarbeiter. Das kann leicht dazu führen, dass gutes Personal abwandert.

Hat die eigene Firma jedoch ein hervorragendes Image als Vorreiter beim Klimaschutz und der Nachhaltigkeit, dann ist das anders. Mitarbeiter profitieren von dem positiven Wiedererkennungswert der eigenen Firma auch im privaten Leben. Das führt zu mehr Motivation und Produktivität. Außerdem kann ein Image als grüne Firma auch neue fähige Mitarbeiter anziehen – vor allem aus dem Pool der jüngeren Generationen.

Zusammengefasst gibt es also einige schwerwiegende Vorteile dafür, als Unternehmen so schnell wie möglich „grün“ zu werden. Und eines steht ohnehin fest: Deutschland wird die eigenen Umweltgesetze in den nächsten Jahren immer weiter verschärfen. Mehr Nachhaltigkeit im Unternehmen kann man also ohnehin nicht vermeiden. Die Frage ist nur, wie erfolgreich ein Unternehmen den Wandel unserer Gesellschaft hin zu mehr „grün“ meistert.

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