Noch immer keine genauen Zahlen – Ärger über „kurzfristige“ Impfstoff-Reduzierung

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Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD), Arbeitsministerin in Rheinland-Pfalz. Foto: Andreas Arnold/dpa

Die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) hat von der Bundesregierung eine verbindliche Auskunft über das Ausmaß der verringerten Lieferungen des Corona-Impfstoffs von Biontech und Pfizer verlangt. «Es kann nicht sein, dass die Länder nach einer ersten Information am vergangenen Freitag noch immer keine genauen Zahlen über die Größenordnung der verringerten Impfstofflieferungen der nächsten Wochen haben», sagte sie. Dies erschwere eine vorausschauende Planung.

Die Landesregierung sei am Freitag «sehr kurzfristig» vom Bund darüber informiert worden, dass fest zugesagte Impfstofflieferungen für die nächsten drei bis vier Wochen nicht vollständig eingehalten würden, teilte die Ministerin mit. Das Land habe seine Planungen auf die von Bund und Unternehmen fest zugesagten Liefertermine bis Mitte Februar ausgerichtet. Auf dieser Basis seien auch die Termine für Impfungen insbesondere in den Impfzentren bis Mitte Februar vergeben worden.

Zugleich stellte Bätzing-Lichtenthäler klar, das alle Bürgerinnen und Bürger in dem Bundesland, die bereits eine Erstimpfung hatten, auch ihre Zweitimpfung mit dem Biontech-Impfstoff an dem ihnen bereits zugeteilten Impftermin erhalten könnten. Alle zugesagten und vereinbarten Zweitimpfungen könnten trotz der geringeren Lieferungen des Bundes verabreicht werden.

Der Mainzer Impfstoff-Hersteller Biontech und sein US-Partner Pfizer hatten am Freitag angekündigt, dass die Liefermengen in dieser Woche (ab 18. Januar) vorübergehend verringert werden. Ab der kommenden Woche (25. Januar) wollen sie aber wieder zum ursprünglichen Zeitplan zurückkehren. Ab dem 15. Februar sollen die Lieferungen über die zunächst geplante Mengen hinaus erhöht werden. Im ersten Quartal werde die «volle zugesagte Menge an Impfstoffdosen» und im zweiten Quartal sogar «deutlich mehr» geliefert, erklärten die Unternehmen. Als Grund nannten sie Anpassungen im Produktionsprozess im Pfizer-Werk im belgischen Puurs, um die Kapazitäten dort ausbauen zu können. Genaue Zahlen wurden nicht genannt.

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