Hoffnung auf Wende – Alle Impfzentren in Rheinland-Pfalz sind startklar

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Aufbau Impfzentrum Trier
Aufbau des Impfzentrums in Trier. Foto: Harald Tittel/dpa

KOBLENZ. Der Corona-Impfstoff kann kommen: In Rheinland-Pfalz sind die vorgesehenen 31 Corona-Impfzentren und mobile Impfteams startklar. «Wir haben damit in einem gemeinsamen Kraftakt mit den Kommunen die notwendige, völlig neue Struktur geschaffen, um mit dem Impfen starten zu können, sobald ein zugelassener Impfstoff vorliegt», sagte der Gesundheitsstaatssekretär und Landesimpfkoordinator Alexander Wilhelm (SPD) am Dienstag im Impfzentrum in Koblenz. Die vorsorgliche Einrichtung der Impfstruktur war bis zum 15. Dezember geplant gewesen.

«Der nahende Beginn der Schutzimpfungen gibt Hoffnung, dass wir vor einer Wende im Kampf gegen die Pandemie stehen», sagte Wilhelm. Er ermutigte die Rheinland-Pfälzer, sich impfen zu lassen: Zunächst sollten Menschen mit sehr hohem und hohem Risiko, schwer zu erkranken oder zu sterben, geimpft werden. Zudem würden Personen mit hohem Risiko, sich anzustecken, geimpft. «Je mehr Menschen sich impfen lassen, desto stärker ist der Schutz für die Gesellschaft.»

Wann die Impfungen beginnen, sei noch unklar. Es gebe vom Bund die Zusage, «alle Aktivitäten zu entfalten», dass eine Zulassung des Impfstoffes von der zuständigen Europäischen Arzneimittelbehörde EMA «frühestmöglich – um den Jahreswechsel herum – gelingt», sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Wenn alles optimal laufe, «besteht die Hoffnung, dass in Rheinland-Pfalz möglicherweise bereits am 27. Dezember eine erste Charge eines Impfstoffes zur Verfügung stehen könnte, wenn auch nur in einem zunächst begrenzten Umfang».

Es könnten daher am 27. Dezember erste mobile Impfteams zu Impfungen in Heimen aufbrechen, hieß es. Wenn mehr Impfstoff vorhanden sei, könnten mehr Menschen geimpft werden. Das Ministerium ging davon aus, dass anfangs pro Tag landesweit bis zu 7200 Menschen eine Impfung bekommen könnten. Insgesamt gebe es zunächst 36 «Impfstraßen» in den Zentren, auf denen täglich 200 Menschen geimpft werden könnten. Die Struktur lasse sich ausbauen, sagte ein Sprecher.

Eine zentrale Terminvergabestelle soll die Termine für eine Corona-Schutzimpfung vergeben. Es werde eine Telefonnummer für die Terminvergabe und weitere Fragen zum Impfen geben. Diese werde veröffentlicht, sobald ein Start der Impfungen verlässlich planbar sei, hieß es.

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