Lautes „Plumps-Geräusch“ gehört – Polizist rettet Ertrinkenden aus der Mosel in Mehring

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Symbolbild; Foto: dpa

MEHRING. Im Laufe der vergangenen Nacht musste die Polizeiinspektion (PI) Schweich mehrfach wegen diverser Streitigkeiten und Delikte in einer Gaststätte ausrücken. Da nach dem letzten Einsatz ein junger Mann, der dort leicht alkoholisiert angetroffen worden war, nicht zuhause ankam, wurden durch die PI Schweich Fahndungsmaßnahmen eingeleitet.

So kam es, dass eine Streifenbesatzung sich gegen 1 Uhr an der B 53, unmittelbar an der Schiffsanlegestelle Mehring aufhielt und durch ein lautes „Plumps-Geräusch“ ins Wasser aufmerksam wurde. Bei näherem Hinhören waren leise Hilferufe aus der Mosel und ein Röcheln zu vernehmen. Die Beamten liefen sofort in Richtung der Hilferufe und stellten eine männliche Person in der Mosel fest – offensichtlich war der junge Mann zuvor am hinteren Ende der Anlegestelle ins Wasser gefallen. Er drohte durch die Strömung abgetrieben zu werden und war nicht in der Lage, sich durch Schwimmbewegungen über Wasser zu halten.

Vielmehr fuchtelte er bereits wild mit den Armen und drohte zu ertrinken. Ein Polizeibeamter sprang dem Mann unter Einsatz seines eigenen Lebens in nahezu voller Bekleidung unmittelbar hinterher. Er konnte diesen nach einigen Metern erreichen, festhalten und sicher zum Ufer bringen. Die Angehörigen, die sich ebenfalls auf der Suche befanden und durch den an der B 53 abgestellten Streifenwagen aufmerksam geworden waren, wurden noch Augenzeugen dieser Rettungsaktion. Sie konnten den Verunglückten in die Arme schließen und bedankten sich bei dem Polizeibeamten für dessen engagierten und selbstlosen Einsatz.

Der junge Mann war bereits deutlich unterkühlt und wurde durch einen Rettungswagen in ein Krankenhaus verbracht, wo er stationär aufgenommen wurde. Er kam mit einem „blauen Auge“ davon. Durch die umsichtige und schnelle Reaktion der Polizeikräfte konnte hier Schlimmeres verhindert werden.

2 KOMMENTARE

  1. Ertrinkende reißen in ihrer Todespanik oft den Retter selbst unter Wasser. Manchmal muss man warten, bis der Ertrinkende bewusstlos ist. Respekt für den Polizisten, er sollte neben einem riesen Fresskorb ein Sternchen mehr auf seine Schulter erhalten.

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