Parkplätze fallen weg: Kürenzer Straße bekommt Schutzstreifen für Radfahrer

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Dieses Verkehrszeichen für einen nicht benutzungspflichtigen Radweg gibt es bisher in Deutschland nicht.

TRIER. Wie die Stadt Trier mitteilt, wird in der Kürenzer Straße in dieser Woche auf einer Länge von 750 Metern ein beidseitiger Schutzstreifen für Radfahrer markiert. Damit wird auch mehr Platz für Fußgängerinnen und Fußgänger geschaffen, denn bisher mussten sie sich den Platz auf dem Bürgersteig mit dem Radverkehr teilen. Dieser wird nun auf der Fahrbahn geführt.

„750 Meter erscheint auf den ersten Blick nicht viel, doch ist dieses neue Angebot im Kontext der geplanten und projektierten Radverkehrsmaßnahmen im weiteren Umfeld zu sehen“, sagt Verkehrsplaner Jonas Klöpfer vom Stadtplanungsamt. Denn die Verbesserung der Radverkehrsführung in der Kürenzer Straße ist wichtiger ein Baustein der geplanten Radroute zwischen dem Hauptbahnhof und dem Stadtteil Ruwer, die über das Moselbahngelände, die Metternichstraße und den Grüneberg verlaufen soll.

Für das Moselbahngelände zwischen Schönbornstraße und Wasserweg ist im Rahmen des „Moselbahndurchbruchs“ eine Radführung vorgesehen. Weiter verläuft die Route in die Metternichstraße, in deren westlichem Abschnitt zwischen Wasserweg und Thyrsusstraße es derzeit noch keine Markierung für den Fahrradverkehr gibt. Favorisiert wird jetzt der Bau eines Zweirichtungsradwegs im früheren Gleisbett der Moselbahn, das unmittelbar neben der Straße verläuft. Somit gäbe es auf der Fahrbahn der Metternichstraße Platz für die Markierung neuer Pkw-Stellplätze für den Kunden- und Lieferverkehr der dort angesiedelten Betriebe. Im östlichen Abschnitt der Metternichstraße gibt es bereits einen Schutzstreifen für Radfahrerinnen und Radfahrer.

Von der Metternichstraße wird der Radverkehr auf den Radweg Am Grüneberg geleitet und weiter auf den neuen Abschnitt des Ruwerradwegs, der sich zur Zeit im Bau befindet. Er verläuft im früheren Gleisbett der Moselbahn abseits der Hauptstraße zum Ortseingang Ruwer.

Aufgrund der Markierung der Fahrrad-Schutzstreifen fallen die bisherigen gebührenfreien Parkplätze am Rand der Kürenzer Straße weg, die aufgrund der Nähe zum Hauptbahnhof zum Teil auch von Bahnreisenden genutzt wurden. Jonas Klöpfer betont jedoch: „Die bisherigen Stellplätze sind keine offiziellen Park-and-Ride-Plätze. Man konnte sich nicht darauf verlassen, hier einen freien Stellplatz zu finden.“ Es gibt aber in unmittelbarer Nähe ein neues Parkhaus mit ausreichender Kapazität, das auch Dauerstellplätze anbietet. Als weitere Alternativen für die Erreichbarkeit des Hauptbahnhofs verweist Klöpfer auf die gute Busanbindung und eben auf das Fahrrad als umweltfreundliches Verkehrsmittel, das in der 2018 eröffneten Fahrradstation der Stadtwerke direkt am Bahnhof sicher abgestellt werden kann. Dort befindet sich auch eine Ladestation für E-Bikes.

(Quelle: Stadt Trier)

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3 KOMMENTARE

  1. Moselbahndurchbruch, haha, wie lange hört man davon schon? War doch schon zu Spezialist Dietzes Zeiten eine Traumvision. Dann war die ahnungslose Baudezernentin da, die hat auch nichts bewegt.

  2. Ja der Moselbahndurchbruch ist ein Gespenst, das seit Jahrzehnten in der Stadtverwaltung spukt, viele sprechen davon aber es hat sich bis heute noch nicht manifestiert, wie auch der Petrisbergaufstieg , die neue Brücke und der Kreisverkehr zur Weismark, das alles kostet Geld, ein paar Eimer Farbe um einen Fahrradschutzstreifen auf 750 m zu malen ist dagegen billig, mal sehen wer sich dort dann alles ins Bild setzt.
    Uns schöner Trier

  3. Ich bin ein Trierer der in Köln lebt hört auf zu jammern, Ihr wisst nicht wie gut es ist in Trier Rad zu fahren.

    Kommt mal nach Köln da bekommt man einen Herzinfaklt als Radfahrer, egoistische Autofahrer die den Radschutzstreifen im Stadtteil Ehrenfeld als Parkplatz nutzen.Der Ordnungs- und Verkehrsdienst und Bezirksbeamte die leiber ein Schwätzchen halten, als diesen Misstand zu ahnden.

    Der Moselbahndurchbruch wird schon kommen ebenso die Trasse zu Pertisberg. Sage nur in Köln laufe die Uhren viel langsamer, die brauche für neue Nord Süd U Bahn über 20 Jahre.

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