Filmfestspiele im Hunsrück gehen als Autokino-Festival über die Bühne

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SIMMERN. Die Filmfestspiele im Hunsrück-Städtchen Simmern trotzen der Corona-Krise und gehen in diesem Sommer als reines Autokino-Festival über die Bühne: 39 Filme und 8 Konzerte werden vom 9. August bis zum 6. September angeboten, wie die Stadt Simmern am Freitag mitteilte.

Schirmherr ist Filmregisseur Edgar Reitz, der einst das Gymnasium in Simmern besuchte und mit seiner Filmreihe «Heimat» und «Die andere Heimat» den Hunsrück bekannter gemacht hat. Reitz (87) hat heute noch enge Verbindungen zu seiner Heimat: In seiner Geburtsstadt Morbach werden im «Kino Heimat» viele seiner Filme gezeigt.

Die «Heimat Europa Filmfestspiele» seien das erste Filmfestival bundesweit, das nach dem Beginn der Corona-Pandemie nicht online stattfinde, teilte Simmerns Bürgermeister Andreas Nikolay (CDU) mit. Dazu soll auf dem Gelände des Rathausparkplatzes ein mobiles Autokino mit einer 16 Meter breiten und 8 Meter hohen Leinwand errichtet werden. Inhaltlich liege der Fokus dieses Jahr auf der Reihe «Oorlab dehääm – mit dem Kino um die Welt», in der Kinofilme gezeigt werden, die ein besonderes Urlaubsfeeling für zuhause gebliebene Gäste erzeugen sollen.

Das Filmfestival verstehe sich als «als zentrale Austragungsstätte für Heimatfilme aus Deutschland, die derzeit in der Tradition von Edgar Reitz eine regelrechte Renaissance erleben», hieß es. Herzstück ist die Verleihung des Filmpreises «Edgar» für den besten modernen Heimatfilm. Das Programm der zweiten Auflage des Festivals soll am 15. Juni vorgestellt werden.

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