Zahlreiche Flugstreichungen am Airport Hahn: Aber mehr Frachtgeschäft

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Foto: dpa-Archiv

HAHN. Wenig Betrieb im Terminal: Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus kommt es am Hunsrück-Flughafen Hahn zu zahlreichen Flugstreichungen. Zugleich habe die Zahl der Frachtflüge zugenommen, sagte Christoph Goetzmann, Mitglied der Hahn-Geschäftsführung, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Der einzige größere Flughafen in Rheinland-Pfalz gehört zu einem kleineren Teil dem Bundesland Hessen.

Am Montag sind laut Goetzmann von acht Passagierflügen drei annulliert worden. Die Flüge der Billig-Airline Ryanair vom Hunsrück zum besonders vom Coronavirus betroffene Italien seien schon seit einiger Zeit gestrichen worden. «Das verändert sich jetzt von Tag zu Tag», ergänzte der Manager. Bei Auslandsreisen gebe es inzwischen die Angst, wegen Schließungen und Einschränkungen von Staatsgrenzen vorerst nicht mehr nach Deutschland zurückkehren zu können. Die Geschäfte und Parkplätze am Hahn seien deutlich leerer: «Sie können jetzt hier quer parken und keiner sagt was.»

Weil weltweit so viele Passagierflüge mit Frachtbeiladungen gestrichen würden, ziehe das Frachtgeschäft am Airport Hahn an. «Uns hilft also unser hybrides Geschäftsmodell mit Passage und Fracht», sagte Goetzmann. Manche andere Regionalflughäfen ohne nennenswertes Frachtgeschäft hätten es schwerer.

2017 hatte der chinesische Großkonzern HNA 82,5 Prozent des defizitären Flughafens Hahn für rund 15 Millionen Euro vom Land Rheinland-Pfalz gekauft. 17,5 Prozent hält noch Hessen. Nach den Vorgaben der EU-Kommission muss der abgelegene Airport bis 2024 schwarze Zahlen schreiben.

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