Geldwäsche: Großrazzia gegen verdächtigen Familienclan

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Foto: dpa-Archiv

SAARBÜCKEN (dpa/lrs). In einer Razzia haben Zoll und Polizei einen Ring mutmaßlicher Geldwäscher auffliegen lassen. Insgesamt durchsuchten die Ermittler am Dienstag 15 Wohn- und Geschäftshäuser im Saarland. Die Ermittler ordnen die Objekte einem deutsch-türkischen Familienclan aus dem Raum Saarbrücken zu. Dieser habe illegale Spielhallen betrieben und im großen Stil Zigaretten nach Frankreich geschmuggelt, teilte der Zoll mit.

Die Gewinne sollen über Tabakläden gewaschen worden sein. Zum Schaden machten die Behörden keine Angaben. Insgesamt ermitteln die Behörden gegen acht Verdächtige. Die zwei Frauen und sechs Männer im Alter von 22 bis 44 Jahren blieben auf freiem Fuß.

Auf die Spur der Bande kam die Polizei nach eigenen Angaben über eine Bank. Dieser waren hohe Bargeldeinzahlungen zweier Verdächtiger merkwürdig vorgekommen. Der Clan soll über Tabakläden und ein Bistro in Nassweiler unerlaubt große Mengen Zigaretten an französische Kunden verkauft haben. Die Einnahmen flossen über Konten in Frankreich und Bareinzahlungen ins Saarland zurück. Einer der Verdächtigen soll illegale Glücksspiele veranstaltet haben.

Bei der Aktion am Dienstag stellten die Behörden unter anderem mehrere Säcke Münzen, einen fünfstelligen Bargeldbetrag sowie zwei Waffen und Munition sicher. Beteiligt waren 85 Fahnder aus Deutschland und Frankreich. Durchsucht wurden Häuser in Saarbücken, Großrosseln, Rilchingen, Saarlouis und Dillingen.

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