Sicherheitskonzept an Karneval – Keine Glasflaschen und Durchfahrtsverbot

8

Bildquelle: Trier.de

TRIER. Damit die Narren unbeschwert Straßenkarneval feiern können, gilt am Fetten Donnerstag (23. Februar) wieder ein Glasverbot rund um den Trierer Hauptmarkt. Die Alkoholkontrollen für Jugendliche sind ähnlich angelegt wie 2016 und es gibt wieder eine Party für Schüler ab 14 Jahren.

Bei der Weiberfastnacht 2012 hatte es in Trier massive Probleme durch zahlreiche stark alkoholisierte Jugendliche gegeben. Daraufhin wurde das Sicherheits- und Präventionskonzept in Kooperation zahlreicher städtischer Ämter, des Landkreises Trier-Saarburg, der Polizei und der Rettungsdienste grundlegend überarbeitet. Ein Element, das sich in den letzten Jahren bewährt hat, ist eine Party für Jugendliche ab 14 Jahren nach dem Ende der Festivitäten auf dem Hauptmarkt.

So soll verhindert werden, dass sie an neuralgischen Punkten, wie 2012 vor der Treviris-Passage, unkontrolliert Alkohol zu sich nehmen und es zu Körperverletzungen kommt. Die Party in Zusammenarbeit der Jugendclubs Mergener Hof und Exhaus findet 2017 erneut in der großen und zentral gelegenen Aula der Berufsbildenden Schulen statt. Das Programm ist für Schüler ab 14 Jahre geeignet. Um den erwarteten Ansturm noch besser zu regulieren, gab es kleinere Änderungen beim Einsatz und der Verteilung der Sicherheitskräfte. Mitarbeiter des Jugendamts stehen am Fetten Donnerstag bereit, um im Bedarfsfall Jugendliche anzusprechen und den Kontakt mit deren Eltern herzustellen.

Die ADD als Schulaufsichtsbehörde verschickt erneut Info- Briefe an die Familien, um sie für mögliche Probleme zu sensibilisieren und für die Party in der BBS-Aula zu werben. Fester Bestandteil des Konzepts sind die Jugendschutzkontrollen beim Verkauf und dem Konsum von Alkohol in Läden und Kneipen. Auf dem Festgelände am Hauptmarkt wird an Weiberfastnacht die Einhaltung der Altersgrenzen durch die Vergabe von Bändchen in verschiedenen Farben bei der Einlasskontrolle sichergestellt.

Neue Sicherheitsfragen hat der Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt im vergangenen Dezember aufgeworfen. Vor dem Hintergrund der Ereignisse in Berlin gilt am Rosenmontag (27. Februar) für das Gebiet rund um die Strecke des Trierer Karnevalsumzugs in der Innenstadt von 11 bis maximal 18 Uhr ein Ein- und Durchfahrtsverbot für Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen.

Vorheriger ArtikelSachbeschädigung und Brand von Hochsitzen im Bereich Mannebach und Pellingen
Nächster ArtikelUrteil verkündet – Schwerer sexueller Missbrauch eines 6-Jährigen

8 KOMMENTARE

  1. ….und was soll das glasverbot bewirken? Etwa nicht so große Wunden bei Schlägereien? Alles andere ist ja wohl Nonsens, wenn man ganz legal eimerweise Alkohol mit auf den hauptmarkt nehmen darf ; der Eimer muss allerdings aus Plastik sein! Blanker Aktionismus!!!!!!

    • Ich find das Glasverbot ok: Bier und Alko-Pops aus Plastikflaschen schmecken nicht, dadurch wird weniger gesoffen und somit weniger randaliert.

  2. Wenn Alkopos und andere Getränke nur in Plastikflaschen erlaubt sind, dann schmeckt auch das, vor allem den unter 18-jährigen, sehr wohl! Und wie gewohnt wird alles erlaubt und durchgelassen, das nach Plastik aussieht. Sehr gut durchdacht!
    Das Sicherheitskonzept ist einfach nur ein Witz, zumal doch sicher aus den Bierwagen auf dem Hauptmarkt wieder in Gläsern gezapft wird. Ein guter Weg, den Umsatz zu steigern also… Nachtigall, ick hör‘ dir trapsen…
    Des Weiteren wiegt man dadurch in gefährlicher Art und Weise die Menschen in Sicherheit, wobei einer der wenigen Vorteile sicher die einfacheren Aufräumarbeiten am Tag danach sein werden.
    Die Kinder können und werden auch trotzdem saufen.

  3. Frage mich wer den ganzen Aufwand am Hauptmarkt bezahlt? Etwa die Karnevalisten, oder doch die Stadt? Es sind mindestens 10 Mitarbeiter des kom Vollzugs bzw. Verkehrsüberwachung dort im Einsatz und das alles für ungefähr 1000 „Jecken“. Für eine arme Stadt wie Trier, ein Aufwand der in keinem Verhältnis steht!!!!

  4. Ich schätze mal, dass dieser präventive Einsatz zwischen 75000-100000€ gekostet hat. Und das für die paar Leutchen, die sich nicht davon haben abschrecken lassen und den Hauptmarkt kläglich bespaßt haben.
    Das Geld wäre in vielen Dingen besser investiert und man würde eine größere Flagge zeigen können als zu zeigen, dass ein sinnfreies Grüppchen in Ruhe trinken darf.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.