Im Vollspeed! Mit frisiertem “Krankenfahrstuhl” über Autobahn gebrettert

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Bildquelle: pixelio

HEIDESHEIM. Wie die Polizei mitteilt, staunten die Beamten nicht schlecht, als sie auf der A 60, zwischen Bingen und Ingelheim, einen Fiat wahrnahmen, der mit Versicherungskennzeichen und dem Aufkleber “25” auf der Autobahn unterwegs war. Hinzu kam, dass die Geschwindigkeit des Fahrzeugs rund 70 km/h betrug.

Bei einer Kontrolle auf dem Rastplatz Heidenfahrt stellten die hinzugerufenen Beamten der Autobahnpolizei fest, dass das Fahrzeug als Krankenfahrstuhl zugelassen war und die zulässige Höchstgeschwindigkeit mit 25 km/h festgeschrieben war. Daraus resultierte auch das am Fahrzeug angebrachte Versicherungskennzeichen, wie man es von einem Mofa kennt.

Der 53-jährige Fahrer aus dem Raum Bingen war weder im Besitz eines Führerscheins noch einer Prüfbescheinigung. Eine bei einem Fachunternehmen durchgeführte Geschwindigkeitsmessung ergab, dass das Fahrzeug bis auf 174 km/h beschleunigen konnte.

Die für den Betrieb als Krankenfahrstuhl mit Versicherungskennzeichen eingebaute Geschwindigkeits- und Schaltsperre waren entfernt worden. Auf den Fahrer, der auch Halter des Fahrzeuges ist, kommt jetzt ein Verfahren wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis, Verstoß gegen das Pflichtversicherungs- und Steuergesetz zu.
Die Weiterfahrt wurde untersagt. Das Fahrzeug muss erst wieder in den gemäß Betriebserlaubnis angegeben Zustand gebracht werden.

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5 KOMMENTARE

  1. Yeah, that’s my Uber-Driver… Ein Auto fährt schließlich mit Sprit und nicht mit einem Führerschein!
    Allerdingens, wenn die Bremsanlage bloß in der Variante 25 km/h ausgelegt ist und er mit 170 auf ein Stau-Ende zurast, dann fügt sich der Kerl zu seinen bereits vorhandenen Behinderungen noch weitere neue Behinderungen hinzu.

    • 😀 – ich vermute aber mal, dass das bei der kleinen Kiste dann auch egal gewesen wäre. Zumindest kann man dann sagen: Keine halben Sachen! Leben am Limit! 🙂

    • Das ist sicherlich richtig, dass die Bremsen bei DEM tempoa dann hätten nichts mehr ausrichten können. *aua*
      Es kann aber gut sein, dass die Radmechanik schon lange vorher den geist aufgegeben hätten, wenn man denn ernsthaft versuchen sollte, die ermittelle Höchtgeschwindigkeit zu fahren. Eine Mechanik, die auf bis zu 25 km/h ausgelegt ist, kann eine dauerhafte massive Überschreitung dieser Geschwindigkeit nicht aushalten; das Teil wär’ ihm flott um die Ohren geflogen.

      • Wenn ich den Text richtig lese handelte es sich um ein normales Serienfahrzeug welches nicht als PKW zugelassen und versichert war, weil es gedrosselt wurde. Entsprechend ohne Führerscheinklasse 3/B gefahren werden kann. (Bei Motorrädern häufige Praxis). Das hat mit technischer Fahrsicherheit nichts zu tun.
        Die Überschrift des Berichts ist irreführend!

        • An sich ja, es gibt aber meines Wissens nach auch kleine, spezielle Fahrzeuge. Allerdings dürften die dann auch gar nicht erst die Motorleistung aufbringen, um dann gedrosselt zu werden.
          Käme dann auf die Variante an, aber die Vorstellung an sich hat schon etwas. 😉

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