TRIER. Die Gladiators Trier haben es geschafft: Nach dem Sieg am gestrigen Donnerstagabend gegen die Rostock Seawolves steht der Aufsteiger sensationell in den Playoffs der easyCredit Basketball Bundesliga. Und schon kurz vor dem Schlusspfiff hallte es lautstark durch die Halle: „Zieht den Bayern die Lederhosen aus!“
Denn genau das ist jetzt die nächste, riesige Aufgabe: Im Viertelfinale wartet kein Geringerer als der FC Bayern München Basketball – Hauptrundenerster, Titelverteidiger und natürlich klarer Favorit.
So funktioniert der Playoff-Modus
Gespielt wird im Modus „Best of Five“. Das bedeutet: Wer zuerst drei Siege holt, zieht ins Halbfinale ein.
Da Bayern als Hauptrundenerster in die Playoffs geht und Trier als Achter, haben die Münchner Heimrecht. Die ersten beiden Spiele finden also in München statt. Danach kommt die Serie nach Trier und damit ist mindestens ein Playoff-Heimspiel in der SWT Arena sicher. Für die Fans ein Fest. Für den Verein sicher auch wirtschaftlich ein echtes Highlight.
Die Termine gegen Bayern
Spiel 1: Sonntag, 17. Mai, 16.30 Uhr – in München
Spiel 2: Dienstag, 19. Mai, 20.30 Uhr – in München
Spiel 3: Samstag, 23. Mai, 14.30 Uhr – in Trier
Spiel 4, falls nötig: Montag, 25. Mai, 18.30 Uhr – in Trier
Spiel 5, falls nötig: Mittwoch, 27. Mai, 18.30 Uhr – in München
Bayern ist Favorit – aber Trier hat seine Chance
Die Rollen sind klar verteilt: Bayern ist tiefer besetzt, erfahrener und in der Playoff-Serie der klare Favorit. Auch die bisherigen Saisonduelle gingen an die Münchner: In München verlor Trier mit 83:94, das Heimspiel endete deutlich mit 80:104. Auch im Pokal setzte sich Bayern durch.
Aber: Trier hat in dieser Saison längst bewiesen, dass diese Mannschaft mehr ist als ein mutiger Aufsteiger. Gerade in der eigenen Halle kann daraus ein echter Faktor werden.
Der Trierer Schlüssel: Ein Spiel klauen
Realistisch betrachtet braucht Trier einen perfekten Abend – oder besser: mehrere davon. Ideal wäre es, schon in München ein Spiel zu stehlen. Spätestens in der heimischen Halle dürfte Bayern dann aber eine Atmosphäre erwarten, die alles andere als angenehm wird.
Ein Weiterkommen wäre eine Sensation, ein einzelner Sieg hingegen durchaus realistischer, welcher auch ein weiteres Heimspiel bedeuten würde.
Fazit: Trier lebt den Basketball-Traum
Vom Aufsteiger zum Playoff-Team gegen Bayern München: Die Trierer Gladiators haben schon jetzt Geschichte geschrieben und den ersten Playoff-Einzug seit 20 Jahren erreicht. Was nun kommt, ist Bonus – aber einer mit Potenzial!
Die große Frage vor dem Viertelfinale lautet also: Kann Trier den Favoriten ärgern? Spätestens seit gestern ist klar: Die Fans haben richtig Lust auf Playoff-Basketball.

















