TRIER. In der Nacht auf Freitag kam es in der Trierer Innenstadt zu einer gefährlichen Geisterfahrt unter Alkoholeinfluss. Gegen 1 Uhr wurde eine Streifenbesatzung der Polizei bei einer Kontrolle an der Aral-Tankstelle in der Ostallee auf einen schwarzen VW aufmerksam, der mit überhöhter Geschwindigkeit und entgegen der Fahrtrichtung aus der Weimarer Allee in die Straße An der Schellmauer einfuhr.
Der Fahrer durchquerte in falscher Richtung die Kreuzung Weimarer Allee / Gartenfeldstraße und setzte seine riskante Fahrt durch das Stadtgebiet fort. Eine sofort eingeleitete Verfolgung führte die Einsatzkräfte zur Balduinstraße, wo das Fahrzeug erneut entgegen der Fahrtrichtung in die Ostallee einbog – direkt auf den Streifenwagen zu. Erst beim Erkennen des eingeschalteten Blaulichts verringerte der Fahrer seine Geschwindigkeit und steuerte auf den Parkplatz vor den Stadtwerken Trier (SWT).
Bei der anschließenden Kontrolle stellten die Beamten zwei stark alkoholisierte Personen im Fahrzeug fest. Der mutmaßliche Fahrer zeigte deutliche alkoholbedingte Ausfallerscheinungen sowie starken Atemalkoholgeruch. Nach entsprechender Belehrung wurde eine Blutentnahme im Krankenhaus angeordnet. Die Polizei stellte sowohl den Fahrzeugschlüssel als auch den Führerschein sicher, letzterer mit dem Ziel der vorläufigen Entziehung der Fahrerlaubnis.
Polizei warnt: Alkohol am Steuer ist kein Kavaliersdelikt
Die Trierer Polizei nutzt den Vorfall, um erneut eindringlich vor den Gefahren von Alkohol im Straßenverkehr zu warnen:
„Alkohol beeinträchtigt die Reaktionszeit, das Urteilsvermögen und die Koordinationsfähigkeit – Fähigkeiten, die im Straßenverkehr lebenswichtig sind. Schon geringe Mengen können zu Fehleinschätzungen führen und das Risiko, einen Unfall zu verursachen, erheblich steigern. Wer alkoholisiert fährt, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch das Leben Unbeteiligter.“

















