Angeklagte im Terrorprozess verbreitet weiter “Reichsbürger”-Ideen

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Angeklagte im Terrorprozess in Koblenz. Foto: dpa

KOBLENZ. Zum Abschluss ihrer Aussage im Terrorprozess um einen geplanten Umsturz Deutschlands hat die Angeklagte erneut Erzählungen der «Reichsbürger»-Szene verbreitet.

«Hier wird Demagogie betrieben. Hier wird nicht wahrgenommen, dass das Deutsche Reich existiert», behauptete die 76-Jährige am Mittwoch vor dem Oberlandesgericht Koblenz.

Sogenannte Reichsbürger sind Menschen, die die Bundesrepublik und ihre demokratischen Strukturen nicht anerkennen. Der ehemals in Mainz unterrichtenden Lehrerin war aufgrund ihres «Reichsbürger»-Gedankenguts das Ruhegehalt aberkannt worden. Die 76-Jährige gilt laut Anklage als die politische Vordenkerin der Gruppe namens «Vereinte Patrioten».

Die Angeklagte bezeichnete am Mittwoch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) etwa als «Geschäftsführer», sprach von einer Nazisiedlung in der Antarktis und davon, dass die Verzichtsurkunden des Kaisers Fälschungen seien. Die Anklage bezeichnete sie als «Rufmord» und «materielle Schädigung». Ihre über mehrere Verhandlungstage andauernde Einlassung schloss sie mit den Worten: «Ich danke Ihnen wirklich.»

Laut Anklage sollen die Frau und die vier mitangeklagten Männer eine terroristische Vereinigung gegründet haben oder darin Mitglied gewesen sein und ein hochverräterisches Unternehmen gegen den Bund vorbereitet haben. Das übergeordnete Ziel der Gruppe sei die Beseitigung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland gewesen. Sie wollten demnach eine neue Regierung nach dem Vorbild des Deutschen Kaiserreichs von 1871 einsetzen. Dazu sollen sie Sprengstoffanschläge auf die Stromversorgung und die Entführung des Bundesgesundheitsministers Karl Lauterbach (SPD) geplant haben.

3 Kommentare

  1. Islamische Gewalttäter werden fast immer als psychisch krank bezeichnet, auch diese alte Dame scheint psychisch krank zu sein.

    • Vielleicht entsprechen beide nicht der Norm. Es gibt aber für mich einen gewaltigen Unterschied zwischen einem islamischen Gewalttäter und einer deutschen Märchentante.

  2. Ich sehe nicht, das islamische Gewalttäter in der Mehrheit als psychisch krank eingestuft werden. Allgemein werden viele Gewalttäter in D als psychisch krank eingestuft.
    Ob das seine Richtigkeit hat, sei dahingestellt.
    Die“deutsche Märchentante“ hingegen baut ihre radikalpolitischen Fantasien auf bewusste Lügen auf. sie strebt ein neues Kaiserreich an, mit der Gesetzgebung des Kaiserreichs, das 1918/19 endete.
    und plante einen gewaltsamen Umsturz.
    sie gehört, wie jeder Terrorist, in den Knast.Genauso wie die Holocaustleugnerin Haverbeck.
    Allerdings ist dieHaverbecksche einfach eine verlogene Nazitusse, während die Gewaltbereite Terroristen ( ja, schon die Mitgliedschaft reicht zur Verurteilung) aktiv auf einen Umsturz hingearbeitet hat. Da schützt auch das Alter nicht….

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