“Ich überlege noch”: Lewentz will über Parteivorsitz-Kandidatur entscheiden

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Roger Lewentz spricht bei einem Interview. Foto: Arne Dedert/dpa

MAINZ. Der rheinland-pfälzische SPD-Chef und frühere Innenminister Roger Lewentz will bis zum Sommer entscheiden, ob er noch einmal als Vorsitzender der größten Regierungspartei im Land kandidiert. Noch vor der Sommerpause werde er seine Entscheidung mitteilen, sagte Lewentz am Samstag der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Viele aus der Partei hätten ihn gebeten, noch einmal zu kandidieren, berichtete der 60-Jährige. «Ich überlege noch.» Lewentz steht seit 2012 an der Spitze der SPD.

In der Partei, die seit 1991 die Regierungen in Rheinland-Pfalz anführt, ist immer wieder zu hören: «Wenn Roger Lewentz sich dafür entscheidet, wird er auch wieder gewählt.» Die Wahl ist voraussichtlich bei einem Parteitag im November. Lewentz war im Oktober 2022 im Zusammenhang mit der Flutkatastrophe im Ahrtal als Innenminister zurückgetreten. Dieses Amt hatte er seit 2011 inne gehabt. Landtagsabgeordneter ist er seit 1994. (Quelle: dpa)

1 Kommentar

  1. Dieser Artikel wirft einige Fragen auf. Zitat: “ Ich überlege noch „.Das habe ich auch gemacht und beim Nachdenken kamen einige Fragen hinsichtlich unserer „Demokratie“ auf.

    Dieses Verhalten der SPD (also der hier in RLP Verantwortlichen) ist meiner Meinung nach ein Schlag in das Gesicht der Bevölkerung.

    Fakt ist: der Mann war der hauptverantwortliche RLP Minister für den Bevölkerungsschutz als 134 Menschen wegen dem Versagen der ihm unterstellten Behörden ums Leben gekommen sind.

    https://www.focus.de/politik/deutschland/wegen-flut-drama-massiv-unter-druck-roger-lewentz-tritt-als-innenminister-von-rheinland-pfalz-zurueck_id_163873838.html

    Zwischenzeitlich ist er – und seine Partei wohl auch – wieder mit sich im reinen. Schön für ihn.

    1. Wie kann es sein,dass diese Leute „politische Immunität“ geniessen? Die bestimmen über sämtliche Belange der Bevölkerung,wieso müssen die nicht haften und können nicht zur Verantwortung gezogen werden?Jeder von uns muss in seinem beruflichen und persönlichen Umfeld Haftung für seine Fehler übernehmen. Wieso gilt das für diese Leute nicht und warum findet die Bevölkerung das normal? Lt.Gesetz sind doch alle Menschen gleich,das gilt aber hier für diese „Volksvertreter “ ganz eindeutig nicht?????

    Wenn wir in einem System leben, wo eine Staatsanwaltschaft nicht unabhängig (da weisungsgebunden) ermitteln kann: wie wahrscheinlich ist es dass die Hinterbliebenen der Ahrtalopfer in irgendeiner Form Gerechtigkeit erfahren/erleben dürfen?

    Was ist von einer Partei – vor allem deren Mitgliedern – zu halten, die solche Personen trotz dieser massiver Inkompetenz als Vorsitzenden wählen?

    Wundert sich noch irgendjemand in Anbetracht solcher Nachrichten darüber,dass immer grössere Teile der Bevölkerung komplett das Vertrauen in diese Personen/Institutionen verlieren?????

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