Den Menschen von der Liebe Gottes erzählen – Abschied von Pfarrer Guido Hepke

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Dankten im Namen der Gemeinde: Presbyterin Claudia Struth und Pfarrer Thomas Luxa, hier gemeinsam mit Pfarrer Guido Hepke (l.)

Trier. Am Palmsonntag ist Pfarrer Guido Hepke mit einem festlichen Gottesdienst in der Konstantin-Basilika mit anschließendem Empfang im Kurfürstlichen Palais verabschiedet worden. Nach rund zwanzig Jahren Dienst in der Evangelischen Kirchengemeinde Trier verlässt Hepke die Gemeinde und übernimmt zum 1. April 2015 eine Pfarrstelle in der Evangelischen Kirchengemeinde Weilburg an der Lahn.

Superintendent Dr. Jörg Weber entpflichtete Hepke offiziell aus seinem Dienst und dankte ihm in seiner Ansprache für sein langjähriges Engagement in der Trierer Gemeinde: „Es ist Dein Antrieb gewesen, den Menschen hier in dieser Gemeinde von der Liebe Gottes zu erzählen. Du hast als Pfarrer der Kirchengemeinde Trier seit über 20 Jahren mit dieser Motivation die Arbeit dieser Gemeinde entscheidend mitgeprägt und gestaltet.“ Weber würdigte unter anderem Hepkes „beispielhaften Einsatz“ im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde: „Du hast gezeigt, was Glaube im Alltag bedeutet. Du hast dabei Position bezogen. Das war nicht immer bequem, aber es hat immer zur Auseinandersetzung beigetragen und Menschen dazu veranlasst, ihre eigenen Überzeugung zu finden.“ Auch im Blick auf die Ebene des Kirchenkreises hob Weber Hepkes Einsatz für Menschen und ihre Anliegen, zuletzt im Rahmen seiner Synodalbeauftragung für Migration, hervor: „Besonders erinnere ich an Dein beispielhaftes Engagement für Flüchtlinge in dieser Stadt. Auch daran wird deutlich, dass Kirche in ihren öffentlichen und ökumenischen Bezügen die Kirche war, für die Du eingetreten bist.“


Nicht zuletzt habe Hepke mit der Kulturkirchenarbeit in und mit der Konstantin-Basilika überzeugend gewirkt: „Seien es Ausstellungen, sei es der Einsatz für die neue Hauptorgel, Du warst engagiert für Kirche und Kultur. Was Du getan hast, war profiliert, weitreichend und stark.“
Weber bedauerte den Weggang Hepkes aus Trier: „Für die Kirchengemeinde und den Kirchenkreis bedeutet das einen Verlust, der nicht leicht zu kompensieren ist.“

Für die Kirchengemeinde dankte Presbyterin Claudia Struth Hepke für die zwanzigjährige Arbeit: „Unsere offene Gemeinde hat Dir Raum geboten, Deine Gaben zu nutzen und zu entfalten. Dieses Angebot hast Du wirklich angenommen und ausgefüllt!“ Von Kollegenseite wünschte Pfarrer Thomas Luxa Gottes reichen Segen für den Neuanfang und blickte dankbar zurück auf die gemeinsame Wirkungszeit, die von „großer Vertrautheit und stets einem offenen und guten Miteinander geprägt war.“

 Pfarrer Guido Hepke hält die Predigt bei seiner Verabschiedung in der Konstantin-Basilika
Pfarrer Guido Hepke hält die Predigt bei seiner Verabschiedung in der Konstantin-Basilika

Mit Respekt und Geduld Raum für Zweifel und Neugier geben

In seiner Predigt über den Einzug Jesu in Jerusalem betonte Hepke noch einmal das, was die Gemeinde Jesu Christi bis heute kennzeichne: „Jesus bringt uns mit Menschen zusammen, denen wir sonst nie begegnen würden.“ Dabei begegne Jesus den Menschen auch heute mit einer grenzenlosen Offenheit, aus der eine Freiheit erwachse, die Menschen wiederum einander schenkten, wenn sie sich um Jesu willen versammeln würden: „Und da haben dann Menschen Respekt vor denen, die anderer Meinung sind oder ihre Frömmigkeit in einer anderen Weise leben, da haben Menschen Geduld mit denen, deren Lebenswege anders verlaufen als die eigenen. Und da tauschen sich Menschen aus über ihre Fragen – und geben den Zweifeln und der Neugier Raum. Da ist der Blick auf die Situation wichtiger als dogmatische oder moralische Normen“, so Hepke. In diesem Sinne dankte er der Gemeinde für die gemeinsame Zeit: „Wo Sie, wo ihr mit mir dieser von Jesus Christus geschenkten Freiheit nachspüren konntet, da war es gut. Und da danke ich für alle Zusammenarbeit. Denn es geht nur zusammen.“

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