4765 Fans beklatschen die Verlierer – TBB gegen Göttingen ohne Chance

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TRIER. Nein, ein normales Spiel war das nicht. Das konnte es auch gar nicht sein. „Wir haben in den letzten Tagen alles Mögliche gemacht, aber nicht vernünftig trainieren können, weil es so viele andere Dinge zu regeln gab“, fasste Trainer Henrik Rödl die Situation nach der 68:94 (35:49)-Niederlage der TBB im Duell der Basketball-Bundesliga gegen die BG 74 Göttingen zusammen. Gut eine Woche nach dem Gang zum Insolvenzrichter gab die Trierer Basketballgemeinde aber ein eindrucksvolles Statement ab: 4765 Zuschauer waren gekommen.

Der befürchtete Aderlass beim spielenden Personal war ausgeblieben. Aus der Stammformation fehlte neben dem verletzten Anthony Canty nur Vitalis Chikoko. Der Power Forward, der von seinem Agenten bereits als potenzieller Neuzugang des italienischen Erstligisten Emilio Reggiana vermeldet wird, stand gar nicht im Kader. Rödl: „Ich habe ihn die ganze Woche nicht gesehen. Und wer nicht da ist, den kann ich auch nicht aufstellen.“ Klar ist nur so viel: wo immer der beste Shotblocker der Liga auch ist, er hat von der TBB keine Freigabe in Händen.


Das verbliebene Team kämpfte 40 Minuten lang, allerdings von Beginn an ohne Chance, diese Partie für sich entscheiden zu können. Das Hinspiel hatte die TBB noch gewonnen, es war bis zur Sensation in Oldenburg der einzige Auswärtssieg der Saison gewesen. „Wir waren dieses Mal besser vorbereitet“, sagte Gästecoach Johan Roijakkers, zollte aber auch „dem Trainer und dem Team hohen Respekt dafür, dass sie sich dieser schwierigen Situation stellen.“

Center Stefan Schmidt beim Dunking.
Center Stefan Schmidt beim Dunking.

Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Nach wenigen Sekunden lag die TBB durch Laurynas Samenas mit 4:0 vorne, dann folgte eine 0:13-Serie. Damit waren die Weichen für den weiteren Verlauf schon gestellt, in dem es den Gastgebern nie gelang, die überragenden US-Amerikaner Alex Ruoff (27 Punkte), Raymar Morgen (17) und Spielmacher Khalid El-Amin (15) auch nur ansatzweise zu kontrollieren.

Bei Trier blieb vieles Stückwerk. Eben der Tatsache geschuldet, dass die Vorbereitung auf das Spiel die Bezeichnung „Trainingswoche“ nicht verdient hat. Es war kein gutes Spiel, zumindest nicht von Trierer Seite. Das ist aber angesichts der Geschehnisse entschuldbar und wurde von den Fans auch akzeptiert. Sie spendeten den Verlierern nach der Schlusssirene lang anhaltenden Beifall. Nicht entschuldbar ist allerdings die Leistung der Unparteiischen. Was vornehmlich Anne Panther und Nesa Kovacevic „zusammenpfiffen“ hatte kein Bundesliga-Niveau.

[td_text_with_title custom_title=“Stimmen zum Spiel“] Henrik Rödl (Headcoach TBB Trier): „Vielen Dank für die tollen Aktionen der Fans und die Unterstützung der Zuschauer bei unserem Versuch, den Standort Trier zu erhalten. Ich bin nach wie vor stolz, Trainer dieser Mannschaft zu sein. Ich bitte um Verständnis, dass wir bei dieser ganzen Unruhe und den vielen Meetings in den letzten Tagen unser Potenzial nicht abrufen konnten. Es kommen auch noch mal bessere Tage. Ich gratuliere Göttingen zum Sieg. Sie haben eine hervorragende Mannschaft mit sehr viel Qualität und einer exzellenten Verteidigung.“

TBB Trier: Ricky Harris (18), Marian Dahlem (0), Marko Lukovic (8), Stefan Schmidt (7), Johann Fritzen (0), Mathis Mönninghoff (7), Laurynas Samenas (12), Adin Vrabac (0), Jermaine Bucknor (8), Dennis Kramer (6), Jermaine Anderson (2)

BG Göttingen: Robert Kulawick (3), Alex Ruoff (27), Raymar Morgan (17), Dominikj Spohr (4), David Goldbold (0), Dominik Bahiense de Mello (4), Harper Kamp (17), Acha Njei (7), Hkalid El-Amin (15)
Spielverlauf: 4:6 (3.), 4:13 (5.), 8:21 (7.), 11:28 (10.), 22:34 (12.) 31:41 (16.), 35:49 (Halbzeit); 39:57 (23.), 48:59 (24.), 53:70 (27.), 55:78 (30.), 57:85 (34.), 67:87 (37.), 68:94 (Endstand)
Schiedsrichter: Anne Panther/Nesa Kovacevic/Jonas Reiter – Zuschauer: 4675

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