TRIER / TRIERWEILER. Rund um Photovoltaik halten sich bis heute viele Halbwahrheiten, die auf den ersten Blick plausibel klingen, bei genauerem Hinsehen aber oft zu kurz greifen oder auf überholten Vorstellungen beruhen. Genau dort setzt die neue Reihe „Solar-Mythen im Expertencheck“ an. Gemeinsam mit der Expertise von Schmidt Solar aus Trierweiler werden dabei typische Solar-Mythen, Alltagsfragen und Unsicherheiten aufgegriffen – verständlich, alltagsnah und mit dem Anspruch allen Interessierten in der Region einen echten Mehrwert zu bieten.
Zum Auftakt geht es um einen Satz, den viele schon einmal gehört oder selbst gedacht haben: „Photovoltaik ist viel zu teuer.“
Warum viele Photovoltaik zunächst für zu teuer halten
Der Einwand ist verständlich. Schließlich geht es bei einer Solaranlage nicht um einen spontanen Kauf, sondern um eine Investition. Doch genau deshalb lohnt sich ein zweiter Blick. Denn entscheidend ist nicht nur, was eine Anlage kostet, sondern auch, was Strom, Heizung und Mobilität ohne sie Jahr für Jahr kosten.
Christian Schmidt von Schmidt Solar aus Trierweiler kennt diese Zurückhaltung aus vielen Gesprächen. In der Beratung erlebt er immer wieder, dass sich die Perspektive jedoch oft schnell verändert, sobald nicht mehr nur auf die Anschaffung geschaut wird, sondern auf die laufenden Energiekosten im Alltag.
So hoch können die laufenden Kosten ohne Photovoltaik sein
Wie groß der Unterschied sein kann, zeigt dabei ein einfaches Beispiel: Ein Haushalt mit 4.000 Kilowattstunden Stromverbrauch pro Jahr und einer Wärmepumpe mit weiteren 4.000 Kilowattstunden kommt auf 8.000 Kilowattstunden Jahresbedarf. Bei einem Strompreis von rund 35 Cent pro Kilowattstunde entstehen so bereits 2.800 Euro Stromkosten im Jahr.
Kommt noch ein Dieselauto hinzu, das 15.000 Kilometer jährlich fährt, 7 Liter auf 100 Kilometer verbraucht und bei einem Dieselpreis von 2,30 Euro je Liter unterwegs ist (ein heute üblicher Preis), summieren sich die Kraftstoffkosten auf weitere 2.415 Euro pro Jahr.
Zusammen liegen die laufenden Energie- und Mobilitätskosten in diesem Beispiel also bei 5.215 Euro jährlich.
Mit Photovoltaikanlage, Speicher und E-Auto verändert sich die Rechnung deutlich
Wird diese Situation jedoch neu gedacht – mit Photovoltaikanlage, Speicher und E-Auto –, verändert sich die Rechnung deutlich. Das E-Auto benötigt bei 15.000 Kilometern und einem Verbrauch von 18 Kilowattstunden pro 100 Kilometer rund 2.700 Kilowattstunden Strom im Jahr. Wird es überwiegend mit selbst erzeugtem Solarstrom geladen, sinkt der notwendige Netzbezug spürbar.
Für Haushalt, Wärmepumpe und E-Auto zusammen wird in diesem Musterfall nur noch ein Rest- Netzbezug von 2.675 Kilowattstunden pro Jahr angesetzt. Bei 35 Cent pro Kilowattstunde entspricht das rund 936 Euro Stromkosten jährlich. Abgezogen wird hiervon eine Einspeisevergütung von rund 40 Euro im Monat, also 480 Euro im Jahr. Rechnerisch sinken die laufenden Energie- und Mobilitätskosten damit auf nur noch 456 Euro jährlich.
Aus 5.215 Euro für Strom und Kraftstoff werden in diesem Beispiel also 456 Euro laufende Kosten. Die Ersparnis liegt bei rund 4.759 Euro – Jahr für Jahr.
Was eine PV-Anlage kostet – und warum der Blick aufs Ganze zählt
Natürlich ist eine Photovoltaikanlage weiterhin eine Investition, die gut geplant werden muss. Für ein typisches Einfamilienhaus liegt eine PV-Anlage mit Speicher häufig bei etwa 14.000 bis 18.000 Euro. Doch genau an solchen Beispielen zeigt sich, warum der Satz „Photovoltaik ist viel zu teuer“ heute oft zu pauschal ist. Denn viele schauen zuerst auf den Kaufpreis und zu selten auf das, was ohne eigene Stromerzeugung Jahr für Jahr weiter gezahlt wird.
Fazit vom Experten
Fazit vom Experten: Photovoltaik ist nicht pauschal zu teuer, oft wird sie nur zu isoliert betrachtet. Wer Stromverbrauch, Wärmepumpe und Mobilität sinnvoll zusammen denkt, kann seine laufenden Energie- und Mobilitätskosten deutlich senken. Die entscheidende Frage ist deshalb häufig nicht, ob eine PV-Anlage zunächst Geld kostet, sondern wie viel Geld ohne eigene Stromerzeugung Jahr für Jahr weiter abgegeben wird. Wer wissen möchte, wie eine solche Rechnung für das eigene Haus aussehen kann, sollte nicht auf Standardlösungen setzen, sondern auf eine Planung, die zur Immobilie, zum Verbrauch und zu den eigenen Zielen passt.
Wer das Thema Photovoltaik nicht nur allgemein, sondern konkret für die eigene Immobilie durchdenken möchte, findet in Schmidt Solar aus Trierweiler einen erfahrenen Ansprechpartner für eine fundierte und individuelle Beratung.


















