Nach Groß-Razzia im Sommer: Erste Urteile im Trierer Drogen-Prozess gefallen

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Symbolbild: Marihuanaplantage // dpa-Archiv

TRIER – Im umfangreichen Drogenprozess vor dem Landgericht Trier wurden die ersten Urteilssprüche verkündet.

Vier Mitglieder einer Gruppierung, die gemeinschaftlich fast 600 Kilogramm Cannabis angebaut und vertrieben haben soll, erhielten Bewährungsstrafen. Die Staatsanwaltschaft legte dar, dass die Gruppe ein arbeitsteiliges System betrieb. Hierbei übernahmen zwei Finanzberater administrative Aufgaben wie die Anmietung von Räumlichkeiten und die Geldwäsche. Sie wurden zu Haftstrafen von neun und zwölf Monaten auf Bewährung verurteilt.

Professioneller Anbau und geplante Einnahmequellen

Die Ermittlungen ergaben, dass die Gruppe insgesamt 23 Plantagen in einem strengen Rhythmus bewirtschaftete. Die sogenannten „Gärtner“ der Bande erhielten für ihre Tätigkeit Bewährungsstrafen von bis zu zwei Jahren. Laut Anklage war das Ziel der Gruppierung die dauerhafte Generierung von Einnahmen durch den Verkauf von Cannabis und Kokain. Der Prozess ist das Resultat einer koordinierten Durchsuchungsaktion vom letzten Sommer. Damals waren über 900 Polizeikräfte in der Region Trier und der Vulkaneifel im Einsatz.

Fortführung des Verfahrens gegen die Hauptverantwortlichen

Für die drei Hauptbeteiligten – ein Ehepaar und deren erwachsener Sohn – wird das Verfahren Ende April fortgesetzt. Durch die abgelegten Geständnisse am zweiten Prozesstag konnte das Verfahren zwar beschleunigt werden. Dennoch wird für die Kernfamilie mit Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren gerechnet. Die Verteidigung hat nun Zeit, die umfangreiche Beweismittelakte zu sichten. Parallel dazu laufen weitere Verfahren gegen Familienmitglieder, die ebenfalls in die Geschäfte verwickelt sein sollen.

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